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Union - Ingolstadt 1:1 : Mattuschka rettet Union einen Punkt

Erneut kein Sieg für Union Berlin. Dank des Elfmetertreffers von Kapitän Mattuschka holen die Berliner kurz vor Schluss noch ein Unentschieden gegen Ingolstadt. "Wenn wir den Elfmeter nicht kriegen, schießen wir wahrscheinlich kein Tor. Das ist viel zu wenig", sagt Mattuschka.

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Einen Punkt vom Punkt aus gerettet: Torsten Mattuschka.
Einen Punkt vom Punkt aus gerettet: Torsten Mattuschka.Foto: dpa

Torsten Mattuschka ballte in der 90. Minute jubelnd die Fäuste. Der Spielführer des Fußball-Zweitligisten 1. FC Union Berlin holte nach seinem Tor zum 1:1 vom Elfmeterpunkt gegen den FC Ingolstadt sofort den Ball aus dem Netz. Dabei sagte er dem Ingolstädter Schlussmann Ramazan Özcan noch einige „freundliche“ Worte. „Ich habe gerufen, dass wir euch noch kriegen. Es hätte fast noch geklappt“, sagte der Mittelfeldspieler nach dem Spiel. „Das wäre richtig geil gewesen. Dann wäre hier die Hölle los gewesen. Aber vielleicht war das auch nicht verdient.“

Vor 18.412 Zuschauern im Stadion An der Alten Försterei blieb es am Ende beim 1:1, mit dem beide Teams nicht so richtig zufrieden sein konnten. Die auswärtsstarken Gäste waren schon nach 34 Sekunden durch Pascal Groß in Führung gegangen. Weitere Großchancen im Verlauf der ersten Halbzeit durch Groß und Caiuby ließen die Bayern jedoch aus.

„Vor dem Spiel hätte ich ein 1:1 unterschrieben. Jetzt ist es gefühlt nicht mehr ganz so schön. Der Gegner war eine Spur weit überrascht. Das zweite Tor ist nicht gefallen. Das hätten wir unbedingt nachlegen müssen“, ärgerte sich der Ingolstädter Trainer Ralph Hasenhüttl. „Vieles hat gut funktioniert. In den letzten zehn Minuten sind wir aber gar nicht mehr hinten raus gekommen. Das war mit der Stimmung im Rücken Union Berlin in Reinkultur.“

Hasenhüttl monierte das Zustandekommen des Elfmeters, den der Stuttgarter Schiedsrichter Martin Petersen nach einer Attacke von Danilo Teodoro Soares am eingewechselten Sören Brandy verhängt hatte. „In so einer Situation ein Spiel zu kippen, ist nicht akzeptabel. Das sehe ich kritisch“, meinte Hasenhüttl. Union-Trainer Uwe Neuhaus sah das natürlich etwas anders. „Wir haben das Tor ein bisschen erzwungen. Über den Elfmeter kann man streiten. Für mich würde ich den immer wieder reklamieren“, sagte der 54-Jährige. „Warum grätscht der Verteidiger? Man muss damit rechnen, dass der Gegner sein Ball reinstellt.“

Union Berlin braucht lange, um ins Spiel zu kommen

Union hatte gegenüber der unglücklichen 1:2-Niederlage beim FC St. Pauli am Montag die Startelf auf zwei Positionen verändert. Rechtsverteidiger Marc Pfertzel bekam eine Verschnaufpause. Für ihn lief Björn Kopplin von Beginn an auf. Der rechte Mittelfeldspieler Sören Brandy, der in der Woche mit einem Infekt zu kämpfen hatte, wurde zunächst durch Christopher Quiring ersetzt. Nach dem frühen Rückstand brauchte Union aber sehr lange, um ins Spiel zu kommen.

„Wer weiß, warum wir schon wieder so früh in Rückstand geraten sind. Das war zum dritten Mal in dieser Saison. Das darf einfach nicht passieren. Das hat Wirkung hinterlassen. Wir haben nicht mehr klar nach vorn gespielt“, sagte Linksverteidiger Michael Parensen. „Wir haben oft Fehler gemacht. Der letzte Ball wurde schlecht gespielt. Dann gewinnt man kein Spiel. Das wir den Ausgleich erzwungen haben, können wir als Positives herausnehmen.“

Schon bei den Heimspielen gegen den FC St. Pauli (3:2) und Arminia Bielefeld (4:2) hatte Union der Schock eines frühen Gegentores ereilt. „In den drei Spielen, in denen wir nach wenigen Sekunden zurücklagen, haben wir immerhin sieben Punkte geholt. Aber das bekommt man ja nicht immer hin“, sagte Kapitän Mattuschka. „Wenn wir den Elfmeter nicht kriegen, schießen wir wahrscheinlich kein Tor. Das ist viel zu wenig.“

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