Sport : Union plant für die Erste Liga

André Görke

Der 1. FC Union Berlin plant für die Fußball-Bundesliga. Geschäftsführer Bernd Hofmann bestätigte, dass der erst im letzten Sommer in die Zweite Liga aufgestiegene DFB-Pokalfinalist bis zum 15. März einen entsprechenden Lizenzantrag bei der Deutschen Fußball-Liga (DFL) einreichen wird.

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Bundesliga-Tippspiel: Das interaktive Fußball-Toto von meinberlin.de Der 1. FC Union ist in den vergangenen Wochen immer weiter an die Aufstiegsplätze zur Bundesliga gerückt. Die Mannschaft von Trainer Georgi Wassilew ist seit sechs Spielen in der Zweiten Liga ungeschlagen und liegt sechs Punkte hinter Greuther Fürth, dem Tabellendritten. Am Freitagabend kommt der 1. FC Saarbrücken ins Stadion an der Alten Försterei. Ein Sieg gegen den Tabellenvorletzten ist für den 1. FC Union Pflicht, um nicht den Kontakt zur Spitze zu verlieren.

Union rechnet nicht fest mit dem Aufstieg in die Bundesliga. Aber der Klub will auf diesen "positiven Ernstfall" zumindest vorbereitet sein, sagt Unions Geschäftsführer Hofmann. "Es wäre ein Schildbürgerstreich, wenn wir am Ende unter den ersten Drei stehen sollten und keine Lizenz für die Bundesliga beantragt hätten."

Der 1. FC Union habe auch die Unterlagen für die drittklassige Regionalliga vorbereitet, erzählt Hofmann. "Das Grundgerüst haben wir auch in der Schublade. Aber da dürfen wir uns Zeit lassen. Die Lizenzunterlagen für die Regionalliga müssen die Vereine erst im April abgeben. Und bis dahin hoffe ich, dass wir rein rechnerisch nicht mehr absteigen können."

Die Zahlen für die Bundesliga stehen jetzt fest: In der Ersten Liga würde Union mit rund 17 Millionen Euro planen. Der Verein kalkuliert im Falle des Aufstiegs mit einem Schnitt von 18 000 Zuschauern. "Mit diesem Etat könnten wir im unteren Bereich der Bundesligavereine mithalten. Der FC St. Pauli hat nur einen Etat über elf Millionen Euro", sagt Hofmann. In der Zweiten Liga würden die Zahlen etwas bescheidener ausfallen: Dort läge der Etat bei rund 7,5 Millionen Euro. Der Unterschied zwischen beiden Kalkulationen ist enorm. Der Grund ist einfach: In der Bundesliga würde Union elf Millionen Euro an TV-Geldern einnehmen. In der Zweiten Liga sind es dagegen 3,6 Millionen Euro.

Der 1.FC Union wird in der kommenden Saison seine Mannschaft verstärken. Unions Manager Klaus Berge sagt: "Wir sondieren gerade den Spielermarkt. Wir haben fünf, sechs Spieler auf unserer Liste." Für die rechte Außenbahn werde "ein richtig guter Mann kommen", sagt Berge. "Die anderen Spieler sind eher junge, talentierte Fußballer." Zeitdruck habe er nicht, sagt Berge. "Die Sommerpause ist sehr lang. Außerdem stehen derzeit 15 Spieler für die kommende Saison unter Vertrag. Und diese Verträge gelten auch für die Erste Liga." Gestern habe nun Unions Mittelfeldspieler Koilow seinen Vertrag bis 2003 mit einjähriger Option verlängert, sagt Berge. Und in den nächsten Tagen wird auch eine Entscheidung bei Stürmer Harun Isa fallen.

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