Sport : Union siegt 2:1 gegen die HSV-Reserve

Matthias Koch

Berlin - Mit Schmährufen in Richtung des Gegners sangen sich gestern die Anhänger des Fußball-Regionalligisten 1. FC Union Berlin beim Punktspiel gegen den Hamburger SV II in Laune. Als Anhänger eines Traditionsvereins mag man solche wenig attraktiven, aber dennoch spielstarken Reserve-Teams von Bundesligisten natürlich überhaupt nicht. Nach dem Abpfiff der vor allem in der zweiten Hälfte sehr hitzigen Begegnung spielte das aber kaum noch eine Rolle. Durch einen 2:1 (1:1)-Erfolg gegen die Hamburger konnten die Berliner ihren dritten Sieg in Serie verbuchen. „Wir liegen im Soll“, sagte Union-Präsident Dirk Zingler.

Seine Mannschaft war mit dem zuletzt so erfolgreichen 3-5-2-System von Trainer Uwe Neuhaus über die 90 Minuten eindeutig aktiver. Schon vor der Pause erspielten sich die Berliner zahlreiche Gelegenheiten. Doch Karim Benyamina scheiterte früh am guten Hamburger Torhüter Johannes Höcker. Als Guido Spork dann per Kopfstoß eine der vielen Standardsituationen zur 1:0-Führung nutzte, schien Union auf dem richtigen Weg zu sein. Bis die Hamburger über Collin Benjamin nach einem ihrer wenigen Vorstöße zum überraschenden Ausgleich kamen. Danach war die Begegnung ausgeglichen – bis Schiedsrichter Guido Winkmann nach einer Attacke des Hamburgers Tolgay Asma an Nico Patschinski auf Elfmeter entschied.

Diese umstrittene Entscheidung brachte den Berlinern durch einen sehenswerten Flachschuss von Marco Gebhardt die 2:1-Führung – und dem Spiel jede Menge Hektik. Da Nico Patschinski und Michael Bemben die Chancen zur vorzeitigen Entscheidung ausließen, mussten die 4519 Zuschauer im Stadion an der Alten Försterei bis zum Abpfiff zittern. Dann war der fünfte Sieg in dieser Saison gegen eine Reservemannschaft aus der Bundesliga für den 1. FC Union besiegelt. Matthias Koch

Unions neues Stadion: Seite 13

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