Union spielt 0:0 gegen Dresden : Schickes Outfit, schlechtes Spiel

Die SG Dynamo Dresden holt zu ihrem 60. Geburtstag einen Punkt beim 1. FC Union. Die Berliner tun vor allem in der ersten Halbzeit zu wenig.

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Viel Kampf, wenig Klasse. Christoph Menz (links, gegen Dresdens Filip Trojan) und Union müssen sich mit einem 0:0 zufrieden geben.
Viel Kampf, wenig Klasse. Christoph Menz (links, gegen Dresdens Filip Trojan) und Union müssen sich mit einem 0:0 zufrieden geben.Foto: dpa

Das Oberteil schwarz-gelb gestreift, die Hosen ganz in schwarz – richtig schick hatten sich die Gäste aus Dresden gemacht. Schließlich gab es auch was zu feiern: Sechzig Jahre alt wurde die SG Dynamo, aus diesem Anlass trug die Mannschaft schon mal das neue Trikot für die kommende Saison. Die Chancen, dass Dynamo Dresden dieses Outfit dann auch in noch in der Zweiten Liga tragen darf, sind am Freitagabend weder großartig gestiegen noch gesunken. Beim 1. FC Union erkämpften sich die Dresdener ein 0:0, bleiben aber als Tabellenfünfzehnter weiter im Abstiegskampf.

Dabei war aus Dresdener Sicht mehr möglich gewesen im Stadion An der Alten Försterei. Dem 1. FC Union war anzumerken, dass es in dieser Saison um nichts mehr geht. Relegationsplatz drei ist längst nicht mehr erreichbar und ob man am Ende nun Fünfter wird oder auf sonst irgendwo im Mittelfeld einläuft, schien die Mannschaft anfangs nicht sonderlich zu bewegen. Uninspiriert verrichteten die Köpenicker vor der stimmungsvollen Kulisse von 21.244 Zuschauern in der ersten Halbzeit nur das Nötigste. Das war gerade genug um kein Gegentor zu kassieren und sich selbst eine gute Torchance herauszuarbeiten. Kurz vor der Pause spielte Simon Terodde seinen Kapitän Torsten Mattuschka frei, der scheitere aber aus wenigen Metern am Dresdener Torhüter Benjamin Kirsten.

Dresden war bis dahin die bessere Mannschaft gewesen, nur verfügte man nicht über die gleichen spielerischen Mittel wie die Berliner. Offensiv fehlte dazu die letzte Konsequenz, das Selbstvertrauen der Dresdener Angreifer hatte während der Saison anscheinend gelitten. Nur einmal musste Unions Torhüter Daniel Haas ernsthaft eingreifen: das war nach einem Versuch von Idir Ouali.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit zeigte Union etwas mehr Initiative. Der Ball wurde nun schneller gespielt, die Bewegungen waren nicht mehr so statisch. Nach gut einer Stunde schickte Uwe Neuhaus den jungen Steven Skrzybski aufs Feld. Der 20 Jahre alte Angreifer hatte bisher wenig Spielzeit erhalten, gegen Dresden bekam er nun die Möglichkeit, den Trainer von seiner Zweitligatauglichkeit zu überzeugen. Und was Skrzybski anbot, war nicht

unbrauchbar. Gleich nach seiner Einwechselung bediente Sturmkollege Adam Nemec, der mit einem Hackentrick an Kirsten scheiterte. Kurz darauf fand eine weitere Eingabe von Skrzybski keinen Abnehmer. Dresden versuchte nur noch gelegentlich, sich zu befreien, meist war aber schon vor dem Berliner Strafraum wieder Schluss. Stattdessen beschränkten sich die Gäste aufs Verteidigen, die dicht gestaffelte Abwehr bot den Berlinern kaum Möglichkeiten. Nemec versuchte es mit einem Kopfball von der Strafraumgrenze, aber Ball strich knapp am Tor vorbei. Dichter kamen die Berliner einem Torerfolg an diesem Tag nicht mehr.   

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