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Union - St. Pauli 4:2 : Sechs Tore an der Alten Försterei

Die Köpenicker schlagen den FC St. Pauli in einem kuriosen Spiel. Die Gäste können zweimal ausgleichen, doch dank Torsten Mattuschka und Simon Terodde siegt Union am Ende verdient.

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Richtig glücklich wirkte Torsten Mattuschka unmittelbar nach dem Abpfiff noch nicht. „Es ist immer komisch bei uns. Erst machen wir den Gegner stark und dann legen wir wieder zu“, sagte er. Damit hatte der Kapitän des 1. FC Union das Spiel gegen den FC St. Pauli treffend analysiert, nur ein bisschen freudiger hätte Mattuschka schon dreinschauen können. Schließlich war er beim 4:2-Sieg (2:1) seiner Mannschaft der überragende Spieler gewesen. Ein Tor schoss Mattuschka selbst, zwei bereitete er mit perfekt gespielten Pässen vor.

St. Paulis Fin Bartels sagte später: „Mattuschka hat an diesem Abend den Unterschied gemacht.“ Neben Mattuschka konnte auch der zweifache Torschütze Simon Terodde beim 1. FC Union überzeugen, sein feiner Heber zum 1:0 war der Auftakt zu einem aufregenden Zweitligaspiel vor 21410 Zuschauern im ausverkauften Stadion An der Alten Försterei. Das Zuspiel kam, na klar, von Mattuschka. 

Union kam gut ins Spiel, St. Pauli zog sich von Beginn an tief in die eigene Hälfte zurück und überließ den Gastgebern die Rolle des Gestalters. St. Pauli beschränkte sich auf einige wenige Konter, die vor allem dann gefährlich waren, wenn Marius Ebbers beteiligt war. Als er einmal nachsetzte, schoss ihn Unions Torwart Daniel Haas direkt an. Der Abpraller landete aber nur an der Latte. Wenig später war Ebbers dann aber erfolgreich, eine Flanke von Florian Kringe beförderte er im Nachsetzen aus kurzer Entfernung ins Tor. Es war Ebbers 100. Treffer in der Zweiten Liga, dabei war er nur wegen der Sperre von St. Paulis bestem Torschützen Daniel Ginczek ins Team gerückt.

Nach dem Ausgleich zog sich St. Pauli aber sofort wieder zurück und wurde kurz vor der Pause für die Passivität bestraft. Eine flache Eingabe von Baris Özbek schoss Torsten Mattuschka ins Tor. Beinahe wäre ihm das Kunststück gelungen, völlig frei aus 10 Metern das leere Tor zu verfehlen, aber der Ball sprang gerade noch von der Unterlatte hinter die Linie.

In der zweiten Halbzeit passierte erst lange nichts, dann überschlugen sich die Ereignisse. St. Pauli investierte nun mehr, ein Versuch von Ebbers wurde im letzten Moment abgeblockt. Kurz darauf knallte ein Schuss von Kringe an den Pfosten, ehe Sebastian Schachten volley aus zwanzig Metern der Ausgleich gelang. Wie schon in der ersten Halbzeit reagierte Union aber nicht geschockt und drängte sofort wieder auf die Führung. Die gelang dann Adam Nemec aus spitzem Winkel nach feinem Zuspiel des überragenden Mattuschka. St. Pauli hatte sich noch gar nicht wieder sortiert, da flankte der eingewechselte Christoph Menz auf Terodde – 4:2. Darauf fand St. Pauli bei klirrender Kälte keine Antwort mehr. „Das ist auch eine Extraqualität von uns, dass wir nach dem Ausgleich sofort wieder zurück gefunden haben“, sagte Unions Trainer Uwe Neuhaus. „Insgesamt bin ich mit dem Auftritt meiner Mannschaft sehr zufrieden.

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