Union - TeBe 2:1 : Union holt den Berlin-Pokal

Union besiegt TeBe vor 3700 Zuschauern im Jahnsportpark mit 2:1 und gewinnt den Berlin-Pokal. Am Sonnabend wollen die Köpenicker auch den Aufstieg perfekt machen.

Katrin Schulze

BerlinEin rauschendes Fest sieht anders aus. Soeben hatten die Profis des Drittligisten 1. FC Union Berlin im Finale des Berlin-Pokals 2:1 (0:1) gegen Tennis Borussia gewonnen. Nun standen sie am Mittelkreis des Jahn-Sportparks herum und zitterten vor Kälte, während sie auf die Vergabe der Medaillen warteten. Der Gewinn des Pokals war für die Köpenicker eben doch nur eine schöne Nebensache. „Unsere Priorität liegt auf der Meisterschaft“, sagte Unions Trainer Uwe Neuhaus. Da wollen die Köpenicker am Samstag mit einem Sieg über Jahn Regensburg in die Zweite Bundesliga aufsteigen.

Ganz in Vorbereitung auf den Aufstieg hatte Neuhaus gestern Abend alle Stammspieler geschont – bis auf die beiden Stürmer. Shergo Biran und Karim Benyamina sollten das Toreschießen üben, nachdem Union in der Liga zuletzt in zwei Spielen keinen Treffer erzielt hatte. Auch gestern mussten sich die Fans des 1. FC Union unter den 3700 Zuschauern mit dem Feiern gedulden. Ein Klassenunterschied zwischen dem Dritt- und dem Fünftligisten war lange nicht zu sehen. So brachte Aymen Ben-Hatira Tennis Borussia kurz vor der Halbzeitpause in Führung.

Zur zweiten Halbzeit wechselte Unions Trainer Neuhaus dann Torsten Mattuschka ein, der Mittelfeldspieler brachte sofort Schwung in das Spiel seiner Mannschaft. Kurz nach dem Wiederanpfiff leitete er mit einem Freistoß den Ausgleich durch Adrijan Antunovic ein, der nur einzuschieben brauchte. Union drückte weiter, es gelang dem Team aber zunächst kein Tor mehr. Als dann schon alle an die Verlängerung dachten, traf Biran noch zum 2:1 – was folgte, war verhaltener Jubel. „Wir sind schon froh, Tennis Borussia die erste Pflichtspielniederlage der Saison zugefügt zu haben“, sagte Torschütze Biran artig. „Aber wir dürfen nur eingeschränkt feiern, weil die Meisterschaft wichtiger ist.“ Ein bisschen freuen durfte TeBe sich aber auch: Das Team darf in der kommenden Saison im DFB-Pokal spielen, weil Union ein Startplatz ohnehin sicher ist.

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