Union und der Sprung nach oben : Rudern ist erlaubt, Mallorca nicht

Nach dem umjubelten 3:2-Erfolg über den 1. FC Pauli ist der 1. FC Union auf einem Aufstiegsplatz. Ans Abheben denkt in Köpenick trotzdem niemand.

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Das war gut. Freude bei Simon Terodde (Mi.) von Union über sein Tor zum 3:2.
Das war gut. Freude bei Simon Terodde (Mi.) von Union über sein Tor zum 3:2.Foto: dpa

Das Stadion An der Alten Försterei ist in diesen Tagen verwaist. Erst am Mittwoch findet beim Fußball-Zweitligisten 1. FC Union wieder ein reguläres Training statt. Nach dem umjubelten 3:2-Erfolg gegen den FC St. Pauli dürfen die Spieler ihr Trainingsprogramm vor der eigenen Haustür abspulen. Außerhalb Berlins beheimatete Akteure können auch ihre Familien besuchen. Nur für Mallorca sprach Union-Trainer Uwe Neuhaus angesichts der schlechten Erfahrungen, die kürzlich der Hamburger SV mit zwei Akteuren gemacht hatte, schmunzelnd ein Aufenthaltsverbot aus.

Ans Abheben denkt bei den Köpenickern ohnehin niemand, auch wenn sie nach fünf Meisterschaftspartien ohne Niederlage in Folge erstmals seit der Startphase der Saison 2009/10 wieder auf einem Aufstiegsplatz stehen. Die Zeit bis zum nächsten Punktspiel am 15. September beim FC Ingolstadt ist auf jeden Fall eine sorgenfreie Phase. „Das ist eine Momentaufnahme. Der Start ist geglückt. Wir bleiben aber ganz locker“, sagte Trainer Uwe Neuhaus. „In der 14-tägigen Länderspielpause ist das schöner, in der Tabelle relativ weit oben zu stehen. Wir genießen es, aber wir drehen nicht durch.“

Beim 11. Drachenboot-Fun-Cup der Union-Fans auf der Olympia-Ruderstrecke von Grünau am gestrigen Sonntag sah man natürlich nur glückliche Anhänger, die zudem bei einer Versteigerung von selbstgemalten Bildern zu Gunsten der Aniridie-Stiftung über 2700 Euro ausgaben. Unter die rund 1000 Besucher mischten sich auch Trainer Neuhaus sowie einige Spieler. „Das ist immer toll. Das ist halt Union. Wir als Spieler sind mittendrin“, sagte Torsten Kapitän Mattuschka, der unzählige Autogramme schrieb. Präsident Dirk Zingler stieg sogar selbst ins Boot der Geschäftsstelle, das zu den 44 freundschaftlich konkurrierenden Teams gehörte. „Der zweite Platz und einige tolle Spiele sind gut für den Kopf. Aber wo man am sechsten Spieltag steht, ist nicht relevant“, sagte Zingler. Sollte Kaiserslautern heute gegen Cottbus gewinnen, würde Union auf Rang drei abrutschen.

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