Union verliert 1:3 : Viel zu spät aufgewacht

Der 1. FC Union verliert bei Eintracht Frankfurt mit 1:3. Erstmals in dieser Saison stürmt Frankfurt an die Spitze der 2. Fußball-Bundesliga.

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Der 1. FC Union hat gegen Eintracht Frankfurt verloren.
Der 1. FC Union hat gegen Eintracht Frankfurt verloren.Foto: dpa

Uwe Neuhaus hatte in der ersten Halbzeit im Frankfurter WM-Stadion jede Menge Laufkundschaft. Der Trainer des Fußball-Zweitligisten 1. FC Union Berlin holte sich immer wieder Spieler an die Seitenlinie. Doch die kurzen Einzelgespräche mit Kapitän Torsten Mattuschka, Christopher Quiring und Michael Parensen brachten nicht viel. Union zeigte gegen den Aufstiegsfavoriten sehr lange zu viel sehr viel Respekt.

Schon zur Pause lagen die Berliner nach Toren des Ex-Herthaners Theofanis Gekas in der 30. Minute und Alexander Meier nur sieben Minuten später verdient mit 0:2 zurück. Am Ende leuchtete ein 1:3-Endstand von den großen Videowürfeln in der Frankfurter Arena auf die 35.100 Zuschauer herunter.   „Über den Sieg der Eintracht gibt es keinen Zweifel. In der ersten Halbzeit hatten wir nicht den Mumm oder Mut“, sagte Uwe Neuhaus. „Dass es anders geht, haben wir nach der Pause bewiesen. Da haben wir Frankfurt ein bisschen ins Schwitzen gebracht.“

Die Köpenicker hatten gegenüber dem 2:0-Erfolg gegen Alemannia Aachen einige Änderungen vorgenommen. Für den verletzten Verteidiger Ahmed Madouni (Außenbanddehnung am Knie) und den ebenfalls wegen einer Verletzung ausfallenden Angreifer John Jairo Mosquera (Oberschenkelprobleme) standen Christoph Menz in der Defensive und Christopher Quiring im Mittelfeld in der Startformation. Bei Quiring, der zuletzt eine Gürtelrose geschwächt hatte, war das erwartet worden. Anstelle von Menz hätte auch Göhlert spielen können, der gegen Aachen bereits für Madouni eingewechselt worden war.

Menz, der in den letzten Wochen auf der Bank schmoren musste, war trotz seiner Schnelligkeit bisweilen eine gewisse Unsicherheit anzusehen. Und beim 0:1 durch Gekas kam er den berühmten Schritt zu spät. „Es war sehr schwer, gegen die Frankfurter ins Spiel zu kommen“, sagte Christopher Quiring, der mit seinem Anschlusstreffer in der 75. Minute noch einmal für Spannung gesorgt hatte. Doch weitere echte Torchancen für die Berliner gab es nicht mehr. Und in der Schlussminute sorgte der kurz zuvor eingewechselte Erwin Hoffer mit einem Flachschuss zum 3:1 für die endgültige Entscheidung. Union blieb damit saisonübergreifend zum achten Mal in Folge ohne Auswärtssieg.   

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