Union vor Ahlen : Menz will sich festbeißen

Der junge Defensiv-Allrounder hat sich nach Verletzungen seiner Mitspieler in die Mannschaft gespielt. In Ahlen möchte Christoph Menz heute wieder eine gute Leistung abliefern und seine Position damit festigen.

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Bei der WM 2006 war Portugals Nationalteam hier untergebracht, in den vergangenen Tagen nun hat sich der 1. FC Union im Sporthotel Klosterpforte in Marienfeld auf das Zweitligaspiel heute bei Rot Weiss Ahlen (Sonntag, 13.30 Uhr) vorbereitet. Luxuriöse Unterkunft, toller Rasen – und doch passierte ein Unglück. Ersatztorwart Carsten Busch brach sich das Schien- und Wadenbein. Die Saison dürfte für ihn beendet sein.

Ein anderer hat dagegen in Ostwestfalen an seinem Durchbruch gearbeitet, Christoph Menz. In den vergangenen vier Partien stand der 21-Jährige jeweils 90 Minuten auf dem Platz, endlich. „Ich bin auf einem guten Weg, in der Zweiten Liga anzukommen“, sagt er. In der Hinrunde spielte der Defensivmann nur beim 1:0 gegen den FSV Frankfurt durch.

Menz profitierte vom Pech anderer

Menz profitiert vom Pech einiger Mitspieler. Paul Thomik und Bernd Rauw sind verletzt. Michael Bemben, der in der ersten Halbserie meist rechts in der Vierer-Abwehrkette auflief, sitzt nur noch auf der Bank. „Es ist eine Phase, in der man sich als junger Spieler festbeißen kann“, sagt Menz. Das hört sich selbstbewusst an. Doch tatsächlich ist er ziemlich ruhig. „Ich bin nicht der Typ, der groß herumschreit. Ich will mich durch gute Leistungen im Spiel und im Training zeigen – auch von der Körpersprache her.“

Das würde auch seinen Trainer freuen, für den Menz noch in der Reifeprüfung ist. „Christoph muss professioneller werden. Bei vielen jungen Spielern hat man das Gefühl, dass es ihnen reicht, wenn sie im Kader sind oder ein paar Minuten gespielt haben“, sagt Neuhaus. „Christoph sollte alles dafür tun, dass er aus der Mannschaft nicht mehr wegzudenken ist.“ Nach seiner guten Leistung beim 0:0 in Rostock ist die Partie in Ahlen die nächste Chance für Christoph Menz.

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