Sport : Unions Hitliste

1. FC UNION

Gesungen wird beim 1. FC Union nicht nur zu den Spielen. Kurz vor dem Fest treffen sich die Fans des Berliner Zweitligisten im Stadion An der Alten Försterei zum traditionellen Weihnachtssingen. Am Sonntagabend ist es wieder so weit, ab 16.30 Uhr öffnen die Tore, um 19 Uhr geht es los. Zum zehnjährigen Jubiläum gibt es eine Premiere. Erstmalig wird auch der Innenraum zugänglich gemacht, so können gut 7000 Menschen mehr mit einstimmen. Über 20 000 Sänger werden erwartet, Pfarrer Peter Müller liest im festlich geschmückten Stadion die Weihnachtsgeschichte. Während der anderen Monate geht es in der Alten Försterei nicht so besinnlich zu. Dann dröhnt hauptsächlich Rock, Metal oder Independent-Musik aus den Lautsprecherboxen. Unkonventioneller Sound, der nicht zum Mitsingen oder Mitklatschen animieren soll. „Stimmungsmusik erzeugt automatisch eine Art Rummelplatzatmosphäre. Union ist keine Zirkusveranstaltung mit Animation vor dem Spiel, Sackhüpfen und Quiz in der Pause und zum Schluss ,Die Hände zum Himmel’“, sagt Christian Arbeit, der beim 1. FC Union als Pressechef und Stadionsprecher tätig ist. „Wir machen keine große Show um das Spiel, hier geht es um Fußball.“ Die Musik steht nicht im Vordergrund, sie soll lediglich als dezente Begleiterscheinung wahrgenommen werden. Ausnahmen machen nur die Vereinshymnen von Nina Hagen, Sporti und Achim Menzel. Nina Hagens „Eisern Union“ läuft regelmäßig vor dem Anpfiff und hat sich klar durchgesetzt gegen andere Hymnen, wie zum Beispiel die von den Puhdys. Wenn Nina Hagens Song gespielt wird, dann wird auf den Rängen an der Alten Försterei leidenschaftlich mitgesungen. Besonders beliebt ist die Passage: „Wer lässt sich nicht vom Westen kaufen? Eisern Union! Eisern Union!“ sst

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