Unions Krisensitzung : Das musste mal gesagt werden

Der 1. FC Union hat sich zur internen Krisensitzung getroffen – mit Schnittchen, Kuchen und einer Analyse der aktuellen Situation. Ab jetzt soll alle Konzentration nur noch dem bevorstehenden Derby gegen Hertha gelten.

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Uwe Neuhaus hat sich angehört, was seine Spieler zu ihrer Leistung in Paderborn zu sagen hatten.
Uwe Neuhaus hat sich angehört, was seine Spieler zu ihrer Leistung in Paderborn zu sagen hatten.Foto: ddp

Berlin - Sonntagmorgen, 9.58 Uhr, Stadion An der Alten Försterei. Daniel Göhlert, Maccambes Younga-Mouhani und Michael Parensen verließen mit Schnittchen und Kuchen den Kabinentrakt. Für die Fußballer des Zweitligisten 1. FC Union gab aber keinen feierlichen Anlass für diese Zusammenkunft. Trainer Uwe Neuhaus hatte kurzfristig zur Auswertung der 0:2-Niederlage beim SC Paderborn gebeten. Auch Teammanager Christian Beeck war anwesend. Zwei Stunden dauerte die Sitzung. „Wir haben das Spiel in Paderborn und unsere gegenwärtige Situation analysiert. Der Rest bleibt intern“, sagte Neuhaus, bevor er zur Beobachtung der Begegnung zwischen Hertha BSC und Arminia Bielefeld fuhr.

Die Spieler zeigen sich einsichtig. Sie wissen, was sie verbockt haben. „Wir haben uns alle mal gegenseitig die Meinung gegeigt. Jeder hat sein Herz ausgeschüttet. Das ist ein beschissener Start, den wir hingelegt haben“, sagt Kapitän Torsten Mattuschka. „Wir müssen uns aus dieser Situation befreien. Nach dem Hertha-Spiel haben wir eine Englische Woche – da kann man einiges wieder gut machen.“

Ob Hertha wegen der Favoritenrolle im Derby eine leichteren Aufgabe wird, weiß Neuhaus nicht so recht. „Was von uns erwartet wird, ist Leidenschaft pur, auf Biegen und Brechen. Wenn wir das nicht schaffen, ist Hertha kein dankbarer Gegner.“ Nach der Sitzung vom Sonntag will sich Union nun voll und ganz auf das Derby am kommenden Freitag konzentrieren. „Das ist das Spiel, worauf sich die ganze Stadt freut. Da müssen und werden alle heiß sein“, sagt Torsten Mattuschka. „Wenn nicht in diesem Spiel, wann dann? Ich bin mir sicher, dass wir eine Reaktion zeigen.“ Ansonsten könnten die Krisensitzungen beim 1. FC Union künftig länger dauern. Matthias Koch

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