Unser Blog zum Bundesliga-Wochenende : Frontzeck macht blau, Pal Dardai will blau

Hannovers Trainer Michael Frontzeck gibt seinen Rücktritt bekannt, Herthas Trainer Pal Dardai will seine Haare färben und Uli Hoeneß spendet 10.000 Euro. Unser Blog zum Bundesliga-Wochenende.

von und Mona Trautmann
Zum Lachen. Pal Dardai - die Frisur passt doch!
Zum Lachen. Pal Dardai - die Frisur passt doch!Foto: Reuters/Hanschke

Uli Hoeneß hat die Spendierhosen an. Der Freigänger spendete am Montagmorgen live 10.000 Euro bei einer Radioshow. Da seine Frau und er sich in diesem Jahr nichts schenken wollen, habe er sich dazu entschlossen, sich an der Weihnachtsaktion von „Antenne Bayern“ zu beteiligen. Die Spenden kommen Menschen zu Gute, die unverschuldet in Not geraten sind. Zudem wurde dem 63-Jährigen ein Musikwunsch erfüllt: Es lief „Hello“ von Adele.

Du hast die Haare sch... äh blau! Pal Dardai kündigt Großes an, nur noch drei Siege im DFB-Pokal und Herthas Erfolgstrainer trägt blau. Auf eine entsprechende (Old-School)-Wette ging der Coach Sonntagabend im "RBB-Sportplatz" ein. "Wenn wir gewinnen, dann machen wir das", sagte Dardai. Hm. Also hier der Vorschlag: Dardai lässt das mit den Harren und Hertha wird trotzdem Pokalsieger?

So und nun ist auch klar: Schnell und gut geht bei 96 in dieser Saison wenig. Nach dem Rücktritt von Trainer Michael Frontzeck rechnet der Klub nicht mit einer schnellen Nachfolgelösung noch vor Weihnachten. „Das halte ich nicht für realistisch“, sagte Sport-Geschäftsführer Martin Bader am Montag. Thomas Schaaf wird als Nachfolger ins Gespräch gebracht. Und sicher auch noch alle, die bei drei nicht auf den Bäumen sind. 96 hat ja nicht eben an Strahlkraft gewonnen zuletzt. "Jedes Jahr ein Kind, bis es 96 sind" - oder so.

Foto: dpa/Steffen

Und wir geben zurück nach Hannover. Jawoll, es gibt auch gute Nachrichten aus der Niedersachsen-äh-metropole. Der Trainer geht, der japanische Nationalspieler Hotaru Yamaguchi kommt. Der 25 Jahre alte Mittelfeldspieler kommt von Cerezo Osaka und erhält einen langfristigen Vertrag. Genauere Angaben machte der Tabellenvorletzte nicht. Yamaguchi nahm für Japan an der WM 2014 teil und absolvierte bislang 24 Länderspiele für sein Land.

Ihr Trainerkiller, ihr Bayern! Nun sind sie ja direkt an der Demission von Michael Frontzeck beteiligt. Hätten sie am Samstag sensationell in der Arena formerly known als Niedersachsenstadion verloren, dann wäre Frontzeck jetzt nicht der Verlierer. Aber der FC Bayern musste ja ein lumpiges 1:0 hinlegen. Und nun sich natürlich den großen Themen widmen, wie meist via "Bild"-Zeitung (Okay, ab und an ist auch mal die "Süddeutsche" am Bayern-Trog). Dort also hat Karl-Heinz Rummenigge erklärt, dass das Buhlen um Carlo Ancelotti als Nachfolger für Trainer Pep Guardiola mühsam gewesen sei. „Halb Europa wollte ihn ja haben“, sagte der Bayern-Vorstandsvorsitzende. Der 56 Jahre alte Italiener habe Rummenigge zwar schon bei einem früheren Treffen signalisiert, „dass er sehr gerne einmal den FC Bayern trainieren würde“. Trotzdem sei es "eine gewaltige Herausforderung und Anstrengung in den zurückliegenden Wochen und Tagen" gewesen, "Carlo zu binden.“ Ancelotti, der mit dem AC Mailand und Real Madrid die Champions League gewinnen konnte, hat bei den Bayern einen Dreijahresvertrag bis zum 30. Juni 2019 unterschrieben.

Foto: promo

Und von Fußball versteht Ancelotti ja auch viel, fast wäre er allerdings Filmstar geworden.

Geht er oder nicht, ist er schon weg oder ist er noch da? Bei Hannover 96 begann der Tag kunterbunt: Angeblich sollte Trainer Michael Frontzeck heute beurlaubt werden, bzw. das bekannt gegeben werden. Die „Neue Presse“ hatte von einer bevorstehenden Demission des glücklosen Trainers berichtet, am letzten Spieltag der Hinrunde sind die Hannoveraner nach dem 0:1 gegen die Bayern auf Abstiegsplatz 17 abgerutscht. Das Aus für den Fußball-Trainer solle am Montag bekanntgegeben werden, schrieb die NP. „Das stimmt nicht“, sagte Hannovers Sport-Geschäftsführer Martin Bader dazu schon am Sonntag. Von wegen: Am Montag um 10.30 Uhr hieß es dann auf dem Bezahlsender "Sky": Frontzeck tritt zurück. Und wenig später ließ sich Hannover 96 dann auch nicht lumpen: Michael Frontzeck habe seinen Rücktritt als Trainer des erklärt, teilte der Klub mit. Das ging also schnell mit Frontzeck. Im April gekommen, den Klassenerhalt geschafft und nun gegangen (worden?).


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