• Unsere Fragen an den 11. Bundesliga-Spieltag: Warum hat der Müllerthomas richtig Bock auf Dortmund?

Unsere Fragen an den 11. Bundesliga-Spieltag : Warum hat der Müllerthomas richtig Bock auf Dortmund?

Warum ist nicht Ingolstadt gegen Darmstadt der "deutsche Clasico"? Warum haben Bayern und Dortmund Frieden geschlossen? Und was macht eigentlich Tim Wiese? Unsere Fragen an den Spieltag.

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Der Müllerthomas (l.) hat nach Mia San Marino wieder Bock auf Bundesliga.
Der Müllerthomas (l.) hat nach Mia San Marino wieder Bock auf Bundesliga.Foto: dpa

Wo geht’s ab? Na, auch schon ganz hibbelig, aufgeregt, schlaflos? Zu Recht! Der Zirkus Bundesliga führt diesen Samstag ein besonderes, ja, ein episches Duell in die Manege. Ein Duell zweier Städte mit enormer fußballkultureller Bedeutung, mit unglaublicher Geschichte und noch unglaublicheren Geschichten, mit allerhand Stars und Sternchen. Gemeint ist – Überraschung – nicht das Spiel zwischen dem SV Darmstadt 98 und dem FC Ingolstadt, sondern der „deutsche Clasico“. Und dieser Begriff ist nun mal für die Edelkicker aus München und Dortmund reserviert.

Wer hat wieder Bock? Der Müllerthomas hat in dieser Woche ja etwas gemacht, wofür er nicht unbedingt bekannt ist. Der Müllerthomas hat nämlich so richtig gepestet. Gegen die Obrigkeiten in den Verbänden. Gegen die Herren, die den Spielplan zusammengestrickt haben. Gegen Pflichtfreundschaftsspiele mit der Nationalmannschaft wie beim denkbar knappen 8:0-Erfolg am Freitag (Mir san Marino!). Umso beruhigender, dass jetzt endlich wieder richtiger Fußball gespielt wird, von Menschen nämlich, die im Hauptberuf nicht als Elektriker oder Feuerwehrmann arbeiten. Und wie es Bruder Zufall so will, hält der Spielplan eine Ansetzung bereit, die dem Müllerthomas, diesem erklärten Freund der großen Bühne, garantiert gefällt: Bayern in Dortmund – mehr geht wirklich nicht. Von Darmstadt vielleicht mal abgesehen.

Wer hat Frieden geschlossen? Lieblingsfeinde hatten sie ja schon immer, die Bayern. Daum! Lemke! Allofs! Der Herausforderer der Neuzeit heißt nun seit einiger Zeit: Aki Watzke. Verbale Scharmützel zwischen dem BVB-Boss und Kalle Rummenigge hat es zuletzt zuhauf gegeben, nun haben die beiden zerstrittenen Parteien einen Burgfrieden vereinbart. Ausgerechnet vor dem direkten Duell habe man sich „im Sinne des deutschen Fußballs“ darauf verständigt, keine Kleinkriege mehr zu führen. Nicht mal mehr darauf ist also Verlass im zahmen Zirkus Bundesliga.

Wer will einen Rekord verhindern? Im eigenen Interesse: Borussia Mönchengladbach. Seit sechs Spielen ist das Team von Coach André Schubert nun schon ohne eigenen Treffer, und wenn am Samstag beim Rhein-Derby in Mönchengladbach ein siebtes dazukommt, ist ein Eintrag in die Geschichtsbücher sicher.

Was macht Tim Wiese? Korrekt muss die Frage lauten: Was macht „The Machine“? Seitdem der Ex-Nationaltorhüter seine Bisonsteaks mit professionellem Wrestling verdient, firmiert er schließlich unter diesem Namen, der so viel schöner hätte sein können (Pink Panzer, Eraser from the Weser). Ob Wiese wirklich so viel Ruhm und Gage zusteht, wie er verdient, darüber gibt es in der Szene allerdings unterschiedliche Meinungen. Ein anderer deutscher Wrestler mit dem vielsagenden Namen Pascal Spalter etwa, der im Nebenberuf für RTL2 arbeitet, zweifelt daran in feinstem Lothar-Matthäus-Deutsch: „Wenn Pascal Spalter mit Tim Wiese in den Ring steigen würde, würde Tim Wiese den Kürzeren ziehen." Er hätte auch sagen können: Ein Pascal Spalter braucht keine dritte Person. Er kommt sehr gut allein zurecht.

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