• Unsere Fragen an den 2. Bundesliga-Spieltag: De Bruyne kann schon bis 15 Millionen zählen

Unsere Fragen an den 2. Bundesliga-Spieltag : De Bruyne kann schon bis 15 Millionen zählen

Welche Fortschritte De Bruynes Deutschkenntnisse machen, warum Hoffenheim in den USA ein großes Ding ist und weshalb der HSV seine Fans selbst beim Training verprellt, das alles klärt Stefan Hermanns in seinen Fragen an den Spieltag.

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Foto: AFP
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Wer hat nun leider wirklich gar keine Ahnung vom Fußball?

Okay, so ganz neu ist diese Erkenntnis jetzt nicht. Aber die US-Amerikaner tun sich offensichtlich immer noch schwer mit unserem Nationalsport. Trotz all unserer Entwicklungshilfe etwa in Form von Jürgen Klinsmann oder John Anthony Brooks. Die Quoten für die Liveübertragung des ersten Bundesliga-Spieltags in den USA waren mäßig. Der absolute Kracher mit 74 000 Zuschauern war das Duell Leverkusen gegen Hoffenheim. Da haben wohl einfach ein paar Leute vergessen, ihren Fernseher auszuschalten. Obwohl: Wenn keine Tradition irgendwo auf der Welt kein Makel ist, dann in den USA.

Wer hat sich verzockt?

Es gibt vermutlich eine ganze Menge guter Gründe, zum FC Bayern München zu wechseln. Man muss schon ziemlich viel Pech haben, um in drei Jahren Vertragslaufzeit nicht wenigstens ein oder zwei Titelchen abzusahnen. Die Gehälter bei den Bayern sollen auch recht anständig sein. Hört man zumindest. Aber diese materiellen Dinge haben Sinan Kurt natürlich überhaupt nicht interessiert, als er vor einem Jahr, mit süßen 18, aus seiner Heimatstadt Mönchengladbach und von seinem Jugendklub Borussia zu den Bayern gewechselt ist. Kurt hat seine Entscheidung vor allem damit begründet, dass er bei den Bayern unter dem intergalaktischen Pep Guardiola trainieren dürfe. Ein Jahr und einen Bundesliga-Kurzeinsatz später hat Guardiola nun leider festgestellt, dass Kurt seines Trainings nicht mehr würdig ist und ihn zu Bayerns U 23 abgeschoben. Womit mal wieder bewiesen wäre: Es gibt eine ganze Menge guter Gründe, nicht zum FC Bayern zu wechseln. Zumindest nicht als 18-Jähriger ohne Profierfahrung.

Was macht eigentlich der Sprachunterricht von Kevin De Bruyne?

Der Belgier übt weiterhin fleißig mit seinem Deutschlehrer Alexander Bommes. De Bruyne kann jetzt schon mehrere Sätze akzentfrei aussprechen. Am besten beherrscht er folgenden: „Ich, Kevin De Bruyne, werde nach diesem Wochenende einen Vertrag bei Manchester City unterschreiben und dann 15 Millionen Euro netto im Jahr verdienen.“

Wer muss sich keine Sorgen machen?

Die Fans von Werder Bremen. Meint zumindest Thomas Eichin. Der Sportdirektor des Klubs wundert sich, dass nach Werders Auftaktniederlage gegen Schalke 04 schon von einem drohenden Fehlstart die Rede ist, nachdem vorher alle von der Super-Stimmung in Bremen geschwärmt hatten. „Das ist ein Thema, das mich tierisch nervt“, moserte Eichin. Rein statistisch gesehen können die Bremer ganz beruhigt dem zweiten Spieltag entgegenblicken. Sie spielen heute bei Hertha BSC. Zwei Siege in den ersten beiden Spielen einer Saison sind den Berlinern in 32 Jahren noch nie gelungen.

Und sonst?

Ist der Hamburger SV nach all den Peinlichkeiten der vergangenen Wochen natürlich mit aller Macht um ein gutes Verhältnis zu seinen Fans bemüht. Gelingt nur leider nicht immer. Die Fans, die sich gestern das Training der Profis ansehen wollten, wurden wieder nach Hause geschickt. Die Einheit, laut HSV-Homepage frei zugänglich, fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Vielleicht wollte Matthias Ostrzolek einfach mal ungestört üben, wie man sich im eigenen Strafraum so fallen lässt, dass man tatsächlich einen Freistoß bekommt.

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