Unsere Fragen an den 26. Spieltag : Ist Christoph Daum fleißiger als Niko Kovac?

Arbeiten Eintracht Frankfurts neue Trainer Niko und Robert Kovac weniger als Christoph Daum? Hat Hertha BSC einen Heimsieg gebucht? Und wer ist eigentlich Herr Günther?

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Visionen schaffen Fakten. Sagte Christoph Daum 2011 bei Eintracht Frankfurt und stieg ab. Foto: picture alliance / dpa
Visionen schaffen Fakten. Sagte Christoph Daum 2011 bei Eintracht Frankfurt und stieg ab.Foto: picture alliance / dpa

Was ist das dritte Bein? Der Kopf natürlich. Als Eintracht Frankfurt das letzte Mal einen Retter verpflichtete, glänzte Christoph Daum im März 2011 gleich mit dieser Weisheit – und ähnlichen Bonmots. „Visionen schaffen Fakten“, verkündete er, dass er „25 Stunden am Tag“ arbeiten und die Spieler „aus dem Denkgefängnis befreien“ werde . 2000 Zuschauer wollten sein erstes Training sehen, das live im Fernsehen lief. Fünf Jahre später hat das neue Trainerduo Niko und Robert Kovac nur 500 Kiebitze zur ersten Morgeneinheit gelockt. Kein Wunder. Sie würden „24 Stunden, sieben Tage“ für den Klassenerhalt kämpfen, sagten sie vor ihrem Debüt am Samstag in Mönchengladbach. Also eine Stunde weniger als Daum. Strengt mal gefälligst euer drittes Bein an!

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2x Kovac für die Eintracht: Vier Augen sehen mehr als zwei
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Wer ist der beste 37-Jährige? Claudio Pizarro, behauptet jedenfalls zuletzt der Stadionsprecher von Werder Bremen, unter Berufung auf eine Überschrift in der „Süddeutschen Zeitung“. Klar, der Peruaner erlebt gerade seinen siebten bis achten Frühling und hat in der Rückrunde bereits neun Tore erzielt. Wegen einer Adduktorenzerrung fehlt der Stürmer am Samstag bei seinem Ex-Klub Bayern München, sonst hätte er sogar mit seinem 101. Bundesliga-Treffer für Werder Rekordtorschütze Marco Bode einholen können. Schöne Zahlen, aber FadS stellt fest, dass 1978 neben Pizarro folgende Stars geboren wurden: Dirk Nowitzki, Tommy Haas, Miroslav Klose – und Oliver Pocher. Starke Konkurrenz für den Jahrgangsbesten.

Wer ist Herr Günther? Ein Dolmetscher bei Borussia Dortmund hatte zuletzt bei einer Pressekonferenz den Namen von Ilkay Gündogan nicht ganz richtig verstanden. So viel Anonymität wäre dem Onkel Gündogans lieb gewesen, als er sich Anfang der Woche in Amsterdam mit Pep Guardiola und Verantwortlichen von Manchester City traf. Der Aufschrei war danach groß, vor allem in München. Darf man dem derzeitigen Arbeitgeber derart untreu sein zugunsten des künftigen wie Guardiola? FadS enthält sich einer Wertung in dieser Frage. Sie können das dann nachlesen, wenn diese Rubrik in einer anderen Zeitung erscheint.

Wer macht diesmal blau? Der DFB lud Clemens Fritz und Zlatko Junuzovic vor. Die Bremer hatten sich, wie zuletzt fünf Darmstädter, jeweils ihre fünfte Gelbe Karte vor dem Spiel am Samstag bei Bayern München abgeholt. Junuzovic hatte sogar geprahlt, er habe absichtlich einen Freistoß hinausgezögert. Bei Bayerns nächstem Gegner Köln streitet Trainer Peter Stöger bereits Anweisungen an vorbelastete Spieler ab. Eine Lösung könnte aus dem Handball kommen: Dort gibt es bald eine blaue Karte. Die könnte ein Fußball-Schiri vor Bayern-Spielen zücken, am besten im gleichfarbigen Umschlag.

Und sonst? Hertha BSC hat endlich einen neuen Rasen verlegt, aus Rispen- und Weidelgras, für 130 000 Euro. Die Termine für Europapokalspiele kommende Saison sind im Olympiastadion auch schon geblockt. Fehlt nur noch ein Sieg gegen Schalke am Freitag, doch darauf wartet Hertha seit zehn Jahren. Ob sich ein Heimsieg auch reservieren lässt? Oder nur verlegen?

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