Unsere Fragen an den 29. Spieltag : Gratiskarten und glitschiger Boden

Kommt der Filius von Herrn Tillmann ins Westfalenstadion und rutscht der HSV in gewohnter Manier im Weserstadion aus? Unsere Fragen und Antworten zum 29. Spieltag.

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Mal nicht auf dem Kabinenboden. HSV-Profi Behrami (ganz rechts).
Mal nicht auf dem Kabinenboden. HSV-Profi Behrami (ganz rechts).Foto: AFP

Hat Herr Tillmanns Sohn eine Eintrittskarte gegen Paderborn?

Ja, und vielleicht hat er sie sogar von Dortmunds Trainer Jürgen Klopp bekommen. Auf dessen Abschiedsankündigung nämlich waren die Tränen von BVB-Chef Watzke noch nicht getrocknet, da fragte dieser gewisse Herr Tillmann aus dem Auditorium ganz ungeniert: „Ich habe eine Bitte. Sie haben mir versprochen, dass ich eine Karte für meinen Sohn bekomme. Und die möchte ich heute einfordern.“ Das ist dann also der Dank nach sieben Jahren schwerster Arbeit von Klopp, sieben Jahre, in denen er vor lauter Stress die Haare verlor; dass er dann einem aufdringlichen Herrn Tillmann, angeblich Journalist vom Handwerksblatt, eine Eintrittskarte abdrücken muss, als Schlussakt sozusagen. Klopp aber nahm das Ansinnen mit Fassung, lobte sogar das Selbstbewusstsein von Herrn Tillmann und signalisierte auch so etwas wie Entgegenkommen, um die Seriosität der ansonsten tieftraurigen Veranstaltung nicht völlig aufzuheben.

Wie glitschig ist es in den Werder-Gästekabinen?

Es wird gemunkelt, beim Spiel gegen Hamburg könnte es ein bisschen seifiger sein also sonst. Beim HSV kloppten sich ja nach der jüngsten Pleite die Herren Djourou und Behrami (Foto). Letzterer fand sich nach der handfesten Auseinandersetzung auf dem Kabinenboden wieder. Nun aber sagt Behrami vor dem Spiel bei Werder: Der glitschige Boden hat mich zur Strecke gebracht, nicht die Rauferei. Ursächliche Problemanalyse sieht anders aus. Doch wäre der HSV in diesen Dingen bewandert, stünde er wahrscheinlich nicht auf dem letzten Tabellenplatz.

Wer ersetzt bei Bayer Spahic?

Wahrscheinlich Tin Jedvaj. Dass nicht nur im Abstiegskampf die Emotionen hoch schlagen, zeigt das Beispiel Leverkusen. Der Klub steht gut da, und dennoch rutschte Abwehrmann Emir Spahic nach einem Spiel so unglücklich aus, dass er mit dem Kopf einem Ordner vier Zähne ausschlug. Spahic hatte sich bis dahin nichts zuschulden kommen lassen – sagen alle, die nie gegen ihn spielen mussten. Trotzdem musste er den Verein verlassen. Nun soll erst einmal Tin Jedvaj in dessen Fußstapfen treten. Wobei dies nur so eine Fußballerfloskel ist. Jedvaj soll halt die Position des Innenverteidigers bekleiden. Ansonsten soll er aber immer darauf achten, dass er trockenes Geläuf betritt.

Wie verletzt man sich beim „Kreisspiel“?

Nachzufragen bei Neven Subotic. Der Innenverteidiger von Borussia Dortmund jedenfalls zog sich hierbei einen Bandscheibenvorfall zu und fällt gegen Paderborn aus. Dabei gilt das „Kreisspiel“ als lockerer Trainingsauftakt, bei dem es in der Regel lediglich darum geht, die Müdigkeit aus den Gliedern zu schütteln.

Wer macht den FC Bayern wieder „potent“?

Schwer zu sagen nach der fiesen Pleite in der Champions League gegen den FC Porto. Dort stümperten sich allen voran die Herren Alonso, Dante und Boateng die Bälle mehr oder weniger selbst ins Tor, weshalb die spanische Zeitung „Marca“ gleich die Manneskraft des FC Bayern infrage stellte. Franz Beckenbauers Libido dagegen wurde nie angezweifelt. Folgerichtig reagierte er stinksauer auf die impotente Leistung der Bayern. Dante zum Beispiel habe gespielt wie ein Isländer mit Skistiefeln, wetterte er.

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