• Unsere Fragen an den 30. Bundesliga-Spieltag: FC Bayern München setzt aufs Zahnfleisch, Borussia Dortmund auf die Versicherung

Unsere Fragen an den 30. Bundesliga-Spieltag : FC Bayern München setzt aufs Zahnfleisch, Borussia Dortmund auf die Versicherung

Was ist eigentlich das wahre Erfolgsgeheimnis beim FC Bayern München? Und warum wird uns Journalisten in Sachen Bundesliga so oft der Mund verboten? Unsere Fragen zum 30. Spieltag.

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Ach, hören Sie mir auf! Von Sportpolitik will HSV-Spieler Westermann nichts wissen.
Ach, hören Sie mir auf! Von Sportpolitik will HSV-Spieler Westermann nichts wissen.Foto: dpa

Was steckt eigentlich hinter den Erfolgen der Bayern?

Die besten Spieler, die teuersten Spieler, der beste Trainer, das beste Management, der beste Vorstandsvorsitzende, der beste Mannschaftsarzt. Alles falsch! Thomas Müller hat in dieser Woche die wahre Erfolgsformel der Bayern enthüllt. Sie sind so gut, weil sie gesundes Zahnfleisch haben. Und gesundes Zahnfleisch ist für alle möglich. Experten empfehlen weiche Zahnbürsten, den regelmäßigen Einsatz von Zahnseide und Mundspülungen zur besseren Zahnhygiene. Zudem beim Putzen immer darauf achten, dass man vom Zahnfleisch zu den Zähnen putzt, nicht umgekehrt.

Welche Fragen sind überhaupt noch erlaubt?

In der Bundesliga ist es ein bisschen in Mode gekommen, Journalisten an der Ausübung ihrer Arbeit zu hindern. FadS beobachtet das aus eigener Betroffenheit mit gewisser Sorge. Welche Fragen dürfen hier überhaupt noch gestellt werden. In Dortmund sind Fragen zum Nachfolger von Jürgen Klopp verboten, in München Fragen zu Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt. Und auch in Hamburg denken sie bereits über drastische Einschnitte für die journalistische Arbeit nach. Wie FadS erfahren hat, soll es künftig untersagt sein, Heiko Westermann (Foto) Fragen zu sportlichen Themen zu stellen. Dafür äußert sich der Verteidiger weiterhin gerne über die aktuelle Frisurenmode, zu Ernährungstrends und seinem Liebesstatus. Ist vielleicht auch besser so. Am Wochenende, nach der Niederlage in Bremen, hat Westermann gesagt: „Nächste Woche geht’s weiter, und da werden wir gegen Augsburg gewinnen zu Hause.“ Klar, zu Hause gegen Augsburg gewinnen ist doch das Normalste der Welt. Hat der HSV schließlich schon, Moment ... oh! Hat der HSV genau null Mal geschafft.

Wer steht schon jetzt als Absteiger fest?

Da hilft selbst ein Trainerwechsel auf den letzten Drücker nichts mehr. „Hannover 96 ist der Umweltabsteiger des Jahres“, teilt die Deutsche Umwelthilfe (DUH) mit. Dank umfangreicher Recherchen hat sie 96 nun der Lüge überführt. Es geht nicht darum, dass Martin Kind Trainer Tayfun Korkut eine Jobgarantie bis zum Saisonende ausgestellt und ihn dann schnell durch Michael Frontzeck ersetzt hat. Laut DUH hat 96 behauptet, dass die Bioplastikbecher, die im Stadion eingesetzt werden, kompostiert und recycelt werden. Stimmt aber gar nicht, hat die Umwelthilfe herausgefunden und daraus den Schluss gezogen: „Der Verein blamiert sich.“ Na gut, das ist jetzt nichts Neues.

Wo ist Derby?

Im Rheinland grassiert gerade wieder der ganz normale Wahnsinn. Weil am Samstag der 1. FC Köln und Bayer Leverkusen aufeinander treffen, hat ein hipper Jugendsender einen Reporter in Peter-Stöger-Verkleidung (Stichwort Karneval) zum Training der Leverkusener geschickt, um den Bayer- Profis schon mal einen Schreck einzujagen. Toll, hat sich da der „Express“ gedacht, gleich seine Titelseite freigeräumt und ein Interview mit dem falschen Peter auf seine Internetseite gestellt. Das „Grüß Gott“ hat das Stöger-Double sogar noch halbwegs stilecht hinbekommen.

Und sonst?

Steht Borussia Dortmund am Ende dieser Saison ein unverhoffter Geldsegen ins Haus – weil der BVB die Champions League verpasst. Offenbar hat sich der Verein für diesen Fall gegen die ausbleibenden Millioneneinnahmen versichert. Es ist allerdings nur ein Gerücht, dass der HSV mit dem Anliegen, sich gegen den Abstieg zu versichern, bei sämtlichen Versicherungskonzernen abgeblitzt ist.

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