• Unsere Fragen an den 32. Bundesliga-Spieltag: Was macht Carlo Ancelotti allein im Wald?

Unsere Fragen an den 32. Bundesliga-Spieltag : Was macht Carlo Ancelotti allein im Wald?

Packt es André Breitenreiter noch auf Schalke? Und was zur Hölle ist ein Ichthyologe? Unsere Fragen an den Bundesliga-Spieltag

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cEs ist kalt in Kanada. Aber Carlo Ancelotti hat ja schicke Handschuhe. Foto: dpa
cEs ist kalt in Kanada. Aber Carlo Ancelotti hat ja schicke Handschuhe.Foto: dpa

Wer ist Darmstadts Ichthyologe? Jedenfalls kein vielversprechendes Stürmertalent aus Nigeria. Ein Ichthyologe ist ein Wissenschaftler auf dem Gebiet der Fischkunde. Und da Darmstadt sozusagen die Hafenstadt Hessens ist, hat auch der SV 98 selbstverständlich einen absoluten Top-Ichthyologen. Aytac Sulu heißt er. Und er sagt: „Wir sind mit Abstand immer noch der kleinste Fisch im Teich.“ Und wenn der Kapitän das sagt, muss es ja wohl stimmen. Allerdings hat Sulu bisher noch nicht gesagt, wer dann der Hecht im Karpfenteich ist, oder welchen Fisch Eintracht Frankfurt am Samstag im Derby mit Darmstadt darstellen wird. Zitteraal vielleicht?

Wer packt das noch? André Breitenreiter. Glaubt er zumindest. Schalkes Trainer droht die Champions League zu verpassen, sein Nachfolger steht offenbar schon fest – und trotzdem sagt er: „Ich bin davon überzeugt, dass ich Schalke packe.“ Breitenreiter ist also Optimist. Ob er aber auch genügend Realist ist, lässt sich nur schwer bejahen. Denn was er braucht, ist seiner Meinung nach: „Zeit, Einigkeit und Ruhe.“ Und das trifft man beim FC Schalke 04 selten an. Nicht mal, wenn man wie die Gelsenkirchener am Samstag bei den abgestiegenen Hannoveranern antritt.

Womit belohnen sich Frühaufsteher? Mit dem Anschauen der Bundesliga. Bayern Münchens zukünftiger Trainer Carlo Ancelotti weilt ja noch bis Ende April im ausgedehnten Erholungsurlaub in Kanada. Neben dem Angeln widmete er sich dort bereits intensiv seinem neuen Arbeitgeber. In Vancouver stand er samstags regelmäßig um 6.30 Uhr Ortszeit auf, um fleißig die Münchner Spiele live zu sehen. Danach soll er laut „Sport Bild“ stets ausgiebige Waldspaziergänge unternommen haben, „um seine Eindrücke zu ordnen“. Hm, hm. Haben ihn die Spiele der Bayern so verstört und aufgewühlt, dass er erst mal in die Abgeschiedenheit der Natur flüchten musste? Oder hat er einen Baum zum Fällen gesucht, um sich vor lauter Wut über die Leistungen der Münchner abzureagieren? Und was wird er am Samstag nach dem Spiel der Bayern in Mönchengladbach tun? Die Wahrheit kennen wohl nur die freundlichen kanadischen Mountie-Polizisten, die die Wälder in ihren roten Uniformen durchqueren.

Und sonst? Schaut Ralf Rangnick einfach zu sehr auf das Alter. Der Trainer und Sportdirektor des Zweitligisten RB Leipzig interessiert sich nur für Spieler, die jünger als 24 Jahre alt sind. Darum verschmähte er vor zwei Jahren einen gewissen Jamie Vardy. Der Berater des englischen Stürmers bot ihn in Leipzig an. Weil Vardy damals aber 27 Jahre alt war, passte er nicht mehr ins Schema. So wie sich Vardy jedoch entwickelt hat, sollte Rangnick seine Doktrin noch mal überdenken. Dass der Neu-Nationalspieler mit Leicester in dieser Saison Englischer Meister wird, ist derzeit wahrscheinlicher als Leipzigs direkter Aufstieg.

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