Sport : „Unsere Probleme sind ausgeräumt“

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Herr Pantelic, Ihr Trainer Falko Götz hat gesagt, dass Ihr Tor heute ein wichtiges für Hertha, aber am wichtigsten für Sie war. Sehen Sie das ähnlich?

Machen Sie sich um mich keine Sorgen. Ich muss nicht mehr beweisen, dass ich Qualität habe. Ich komme von Roter Stern Belgrad, einem großen Klub in Europa. Mein Vertrag läuft am Ende der Saison aus. Aber ob ich in Berlin bleibe oder nicht, ist nicht so wichtig. Ich würde schon gern bleiben, aber ich finde bestimmt auch einen anderen guten Klub.

Sie sind nach dem Tor in die Berliner Fankurve gelaufen und haben sich gefeiert. Wie sollten die Fans diese Geste verstehen?

Vor dem Spiel haben die Zuschauer Ihre Zeigefinger auf die Lippen gelegt – so wie ich das nach meinem Tor gegen Köln getan hatte. Damals wollte ich ihnen sagen, dass sie mich zu Unrecht kritisierten. Mit meinem Jubel heute habe ich symbolisieren wollen, dass wir alle zusammengehören und unsere Probleme ausgeräumt sind. Über ein 3:0 wie gegen Bremen, in dem ich kein Tor erzielt habe, freue ich mich mehr als über einen 1:0-Sieg wie heute, bei dem ich das Tor erziele. Das Team kommt immer an erster Stelle, und alle Spieler müssen sich dem unterordnen.

Glauben Sie, dass die Mannschaft mit dem Sieg die sportliche Krise beendet hat?

Es war sehr schwer, gegen diese defensiven Bielefelder zu spielen, und ich bin stolz auf meine Mannschaft, dass sie das geschafft hat. Nur eine charakterlich starke Mannschaft kann sich nach 13 Spielen ohne Sieg so zurückmelden, wie wir es mit dem Sieg in Bremen und heute getan haben. Dieser Erfolg gibt uns viel Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben.

Kann Hertha noch einen Platz im Uefa-Cup erreichen?

Ich bin ein Optimist und deshalb sicher, dass wir das schaffen.

Aufgezeichnet von Ingo Schmidt-Tychsen.

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