Sport : Unsterblich, unglaublich, unbegreiflich

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Athen Nur wenige Minuten vergingen, bis kurz vor Mitternacht in Athen die Menschen aus den Häusern rannten und den zentralen „Platz der Eintracht“ (Omonia-Platz) füllten. Die dichter werdende Menschenmasse skandierte immer wieder den einen Namen: „Otto, Otto!“ Dann jubelten sie, warfen ihre Arme in die Luft und umarmten sich. Unterdessen arbeiteten die griechischen Zeitrungsredaktionen eifrig an der Huldigung für den deutschen Trainer, der gerade das „Wunder“ vollbracht und Griechenlands Fußball-Nationalmannschaft durch einen unerwarteten 1:0-Sieg über Frankreich in das Viertelfinale der EM geführt hatte: Otto Rehhagel.

Völlig ergriffen von dem Ereignis wurden in den Zeitungen Überschriften ersonnen wie: „Unsterblich, unglaublich, ein unbegreiflicher Triumph“ oder „Athen brennt in der Nacht“. Sehr gefühlvoll auch: „Lieber Gott, danke, dass wir diesen Traum erleben können.“ Oder: „Die Götter sind wieder auf dem Olymp“.

Derweil hupten, tanzten und sangen Tausende Griechen auch in anderen Städten des Landes, stimmten die Nationalhymne an oder Sprechchöre wie: „Er ist verrückt, der Deutsche ist verrückt!“ Landesweit sollen drei Millionen Menschen auf den Straßen gefeiert haben, und selbstverständlich gesellten sich Vertreter aus Politik und Kirche hinzu. Kirchenführer Christodoulos verkündete: „Die systematische Vorbereitung, das intensive Training und der lebendige Glaube an die Kraft Gottes haben den Sieg gebracht.“ Dann dachte er schon ans Finale: „Ich hoffe auf einen Sieg im Endspiel. Dafür beten wir alle.“ Tsp

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