Sport : Unten nichts Neues

Die abgeschlagenen Teams aus Fürth und Augsburg nehmen sich beim 1:1 gegenseitig die Punkte ab.

Der Ausgleich. Lasse Sobiech erzielt für Fürth wenigstens noch das 1:1. Foto: dpa
Der Ausgleich. Lasse Sobiech erzielt für Fürth wenigstens noch das 1:1. Foto: dpaFoto: dpa

Fürth - Es sieht nicht gut aus für das Bundesland Bayern in der Bundesliga. Zumindest nicht, was die zahlenmäßige Präsenz in der Liga für die nächste Saison angeht. Nach einem schwachen 1:1 (0:1) im direkten Duell am Sonnabend gehen die abgeschlagenen Klubs Greuther Fürth und der FC Augsburg mit einer Mini-Ausbeute von neun Punkten in die Winterpause. „Das ist für beide Mannschaften zu wenig und nicht zufriedenstellend“, sagte Augsburgs Trainer Markus Weinzierl.

Zehn Punkte groß ist der Abstand für die Klubs schon zum ersten Nichtabstiegsplatz. Einzig der Relegationsrang bliebe halbwegs in Reichweite, wenn der TSG Hoffenheim am Sonntag kein Überraschungserfolg gegen Borussia Dortmund gelingt. „Wir alle werden jetzt schauen, was Hoffenheim macht, wie groß der Rückstand dann ist“, sagte Weinzierl. „Augsburg hat es letzte Saison vorgemacht, wie man mit einer Riesenserie noch unten raus kommt.“

Sascha Mölders hatte beim Augsburg zunächst die Hoffnungen auf den ersehnten ersten Auswärtssieg verstärkt, ehe Lasse Sobiech für den am Ende stärker werdenden Tabellenletzten immerhin noch ausglich. „Wir müssen mit dem Unentschieden jetzt leben. Ob wir davon leben können, wird die Zukunft zeigen“, sagte Fürths Coach Mike Büskens. Angesichts des großen Abstands nach vorn müssen sowohl die Schwaben als auch der Kleeblatt-Klub in der Rückrunde in jedem Fall famose Vorstellungen abliefern, um in der Liga zu bleiben.

Kapitän Mergim Mavraj wird den Fürthern zum Rückrundenbeginn allerdings fehlen – der Verteidiger sah kurz vor Ende Gelb-Rot; Augsburgs Giovanni Sio wegen groben Foulspiels gar glatt Rot.

Im Spiel zwischen der schwächsten Heimmannschaft (Fürth) und dem schwächsten Auswärtsteam (Augsburg) bekamen die 16 340 Zuschauer eindrücklich vorgeführt, warum beide Vereine so weit unten stehen. In einem Festival an Unzulänglichkeiten überboten sich die Profis immer wieder gegenseitig mit Fehlern, kaum eine Kombination wollte klappen. Das Spiel schleppte sich über die ersten 45 Minuten – dass es ab und an Chancen gab, war Einzelaktionen zu verdanken.

Gleich mit dem ersten Augsburger Freistoß aus gefährlicher Position brachte der freistehende Mölders Augsburg in Führung. Erst nach gut einer Stunde zeigte sich die Spielvereinigung etwas agiler in der Offensive – und riss die Spielführung an sich. Amsif klärte zunächst gegen Ilir Azemi, ehe Sobiech seine zweite Großchance zum Ausgleich nutzte. Nach einer Flanke von Zoltan Stieber prallte der Ball zunächst an den Querbalken, eher Sobiech den Abpraller verwandelte. Kurz darauf verpasste Nöthe sogar das 2:1. dpa

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