Sport : Unterhaching bleibt drittklassig

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Frankfurt (Main) (dpa). Eintracht Frankfurt hat die Zugehörigkeit zum Profi-Fußball vor Gericht gesichert, die SpVgg Unterhaching muss dagegen in die Regionalliga Süd absteigen. Das Oberlandesgericht Frankfurt hob am Mittwoch eine Einstweilige Anordnung gegen die Lizenzerteilung für die Eintracht auf und entschied damit den Lizenzstreit. Die Richter entsprachen dem Urteil des Schiedsgerichts der Deutschen Fußball-Liga (DFL), das den Frankfurtern doch noch die Lizenz erteilt hatte. „Ich kann keinen wesentlichen Punkt erkennen, warum wir Eintracht die Lizenz verweigern sollten“, erklärte DFL-Justiziar Thomas Summerer. Unterhaching kann gegen das Urteil keine Rechtsbeschwerde einlegen und muss zudem die Verfahrenskosten in Höhe von einer halben Million Euro tragen.

Der Vorstand des DFL-Ligaverbandes hatte in der Verhandlung das Schiedsgericht verteidigt. „Die DFL wird so entscheiden wie das Schiedsgericht“, sagte DFL-Vize Harald Strutz. Der Schiedsspruch vom 3. Juli war am Dienstag bereits vom OLG Stuttgart bestätigt worden und könnte durch die Unterhachinger nur noch vor dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe angefochten werden.

Nach wochenlangem juristischem Streit befanden die Frankfurter Richter die Anträge der Bayern, der DFL die Lizenzerteilung für den Rivalen zu untersagen, für substanzlos. Sie stellten zudem einen Eingriff in die Verbandsautonomie dar, sagte die Vorsitzende Richterin Ingeborg Schulze-Schröder.

Eintracht-Anwalt Christoph Schickhardt bezeichnete das Urteil als „Sieg für den Fußball“. Summerer sieht die DFL in ihrer Position gestärkt, selbst Entscheidungen zu treffen. Unterhachings Präsident Engelbert Kupka, der in den vergangenen Tagen anonyme Morddrohungen erhalten hatte, übte noch einmal Kritik am Ligaverband. „Die DFL hat uns die Solidarität verweigert. Eine Zweite Liga mit 19 Teams wäre der beste Weg gewesen.“ Kupka ließ jedoch keinen Zweifel daran, dass Unterhaching den Gang in die Regionalliga antreten wird.

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