• Unterhaching unterliegt Keine Verfahrensfehler bei der Lizenzerteilung für Frankfurt

Sport : Unterhaching unterliegt Keine Verfahrensfehler bei der Lizenzerteilung für Frankfurt

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Stuttgart (dpa). Eintracht Frankfurt steht nach einem wichtigen juristischen Sieg über die SpVgg Unterhaching dicht vor dem Lizenzerhalt für die Zweite Fußball-Bundesliga. Das Oberlandesgericht Stuttgart bestätigte am Dienstag das Urteil des Schiedsgerichts der Deutschen Fußball-Liga (DFL) zu Gunsten der Eintracht. Das dreiköpfige Gremium um die Vorsitzende Richterin Britta Rabbow erklärte den Schiedsspruch für wirksam, da in der Verhandlung am 3. Juli keine Verfahrensfehler aufgetreten seien. Sollte das Oberlandesgericht Frankfurt heute den Antrag auf eine Einstweilige Verfügung gegen die Lizenzerteilung für Eintracht Frankfurt ablehnen, müssen die Bayern den Gang in die Regionalliga Süd antreten.

„Jetzt kann das Verfahren in Frankfurt relativ kurz abgefahren werden“, freute sich Eintrachts Vorstandsmitglied Thomas Pröckl. Auch der DFL-Vizepräsident Harald Strutz, sieht die Eintracht im Vorteil. „Am Mittwoch geht es zwar um einen anderen Streit-Gegenstand, aber die Entscheidung vom Dienstag wird Auswirkungen haben“, sagte der Mainzer. Strutz war nach den langen Wochen der Unsicherheit sichtlich erleichtert, „dass wir eine Entscheidung bekommen haben“.

Morddrohungen gegen Kupka

Nun kann Frankfurts Lizenzerteilung nur noch durch eine Einstweilige Verfügung des OLG Frankfurt gestoppt werden. Daran glaubt nach der Entscheidung vom Dienstag aber kaum noch jemand. Unterhachings Präsident Engelbert Kupka tat sich daher auch sehr schwer, die Niederlage zu akzeptieren. „Am Mittwoch geht es zur Sache“, sagte Kupka. Gegen den Unterhachinger und seine Familie wurden zuvor in einem anonymen Brief Morddrohungen ausgesprochen, die Polizei hat bereits die Ermittlungen aufgenommen. Aus Angst um seine Familie wollte der CSU-Landtagsabgeordnete nicht öffentlich über dieses Thema sprechen.

Die Regionalliga Süd erwägt inzwischen eine Verschiebung des ersten Spieltages vom 27. Juli, falls bis zum kommenden Samstag noch keine Entscheidung gefallen ist. DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder kritisierte: „Früher hat es einen solchen Rattenschwanz von Prozessen nicht gegeben.“ Er forderte die DFL zu Maßnahmen auf, „dass so etwas in Zukunft nicht mehr passieren kann“.

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