• Unterwegs im Auftrag des Handballs Erhard Wunderlich berät ab sofort die Bundesliga

Sport : Unterwegs im Auftrag des Handballs Erhard Wunderlich berät ab sofort die Bundesliga

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Berlin Es kommt nicht selten vor, dass auf Golfplätzen Geschäftsbeziehungen geknüpft werden. Das hatte auch Manfred Werner im Sinn, als er mit dem einstigen Handball-Idol Erhard Wunderlich auf eine Runde ging. Dass dabei der Schatzmeister der Handball-Bundesliga (HBL) und der ehemalige Nationalspieler sehr schnell auf ihren Lieblingssport zu sprechen kamen, war von vornherein klar. Dieses Gespräch mündete in Wunderlichs Bereitschaftschaftserklärung für ein neues Engagement im Handball: Der heute 48 Jahre alte Hotelier und PR-Kaufmann wurde am Dienstag in Hamburg als HBL-Berater vorgestellt.

Deutschlands Jahrhunderthandballer soll die Liga repräsentieren, Lobby- und Medien-Arbeit leisten und Werbepartner akquirieren. „Wir haben die beste Liga der Welt und große Zuschauerzuwächse“, sagte der Weltmeister von 1978, „es ist aber wichtig, dass Handball noch mehr stattfindet.“ Die HBL strebt mit Wunderlichs Hilfe insbesondere eine größere TV-Präsenz sowie die Gewinnung von Liga-Sponsoren an. Eine strategische Partnerschaft mit der Hotelkette Arcor brachte Wunderlich als Einstandsgeschenk mit.

Ab sofort bis zunächst Ende der laufenden Saison wird der ehemalige Torjäger freiberuflich als Galionsfigur für die HBL tätig sein. „Wir erhoffen uns davon eine ähnliche Wirkung wie bei Franz Beckenbauer im Fußball“, erklärte Werner. Der Flensburger will außerdem den ehemaligen Nationaltorwart Andreas Thiel als Rechtsberater für HBL gewinnen. Thiel hat gerade erst seine Bereitschaft erklärt, als Torwarttrainer seinem alten Klub, dem VfL Gummersbach, zu helfen.

Wunderlich, der in seiner Karriere unter anderem ebenfalls für das ehemalige europäische Top-Team Gummersbach und den FC Barcelona spielte, ist bereits seit 1979 mit einer Werbe- und Verkaufsagentur im PR-Bereich tätig. „Ich möchte in einem ersten Schritt Partner der HBL werden“, sagte der zweifache Familienvater, „langfristig strebe ich an, eine feste Säule im Vorstand zu sein.“

Wie populär der Handball mittlerweile wieder in Deutschland ist, zeigte sich zuletzt während der Olympischen Spiele in Athen. Die TV-Einschaltquoten waren sensationell, in der Tagesschau verdrängten Kretzschmar und Co. sogar die Politik als erste Schlagzeile des Tages. Das ersehnte Gold wurde zwar verpasst, aber Bundestrainer Heiner Brand und seine Mannschaft genossen Sympathien wie seit dem WM-Triumph von 1978 unter Trainer Vlado Stenzel nicht mehr.

Mit Blick auf die Weltmeisterschaft der Männer, die 2007 in Deutschland stattfinden wird, soll nun über die Bundesliga dieser Standard nicht nur gehalten, sondern noch ausgebaut werden. Auch Symbolfiguren werden dafür benötigt. Solche wie Erhard Wunderlich. Tsp

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