US-Fußball : Beckham verletzt - Stadien trotzdem voll

Der Beckham-Boom hat die amerikanische Major League Soccer voll erfasst: Alle Heimspiele seines Klubs Los Angeles Galaxy sind bereits ausverkauft. Gespielt hat "Becks" wegen einer Knöchelverletzung trotzdem noch nicht.

Beckham Foto: AFP
"Für alle ein Gewinn-Geschäft": Bankdrücker Beckham füllt die Arenen. -Foto: AFP

Los AngelesDavid Beckham hat zwar noch keine Minute in der Major League Soccer (MLS) gespielt, aber trotzdem schon einiges bewegt. Nahezu alle Partien seines neuen Vereins Los Angeles Galaxy sind bis zum Ende der regulären Saison am 21. Oktober ausverkauft - im Home-Depot-Center von Carson sowieso und auch auswärts. Elf Mal tritt der teuerste Import der US-Sportgeschichte mit Galaxy in fremden Stadien an, acht Arenen vermeldeten bereits "ausverkauft". Doch wann die US-Fußballfans den englischen Superstar auf dem Rasen erstmals zu sehen bekommen, bleibt weiter ungewiss. Die hartnäckige Knöchelverletzung des 32-Jährigen verhindert wohl auch einen Einsatz am Sonntag beim FC Toronto.

"Die Chancen sind sehr gering. Es wird schwer, ihn aufzustellen. Vielleicht kann er kurz zum Einsatz kommen. Er hat gerade erst mit dem Lauftraining begonnen", sagte Galaxy-Trainer Frank Yallop. Der Coach freute sich schon, dass sein prominentester Akteur bei den vorsichtigen Übungseinheiten "nicht humpelte". Beckhams Blessuren beschäftigen sogar die Liga-Bosse. "Gut möglich, dass sich sein Debüt verschiebt. Aber in den nächsten fünf Jahren wird es noch so viele Spiele von David geben und wir werden jede Menge Freude an ihm haben", sagte MLS-Commissioner Don Garber.

Nach Toronto wird Beckham in jedem Fall mit seinen Kollegen reisen. Auch als Ersatzmann oder gar in Zivil ist der Engländer eine Attraktion für die Fans. Bevor am 13. Juli bei einer Pressekonferenz in Los Angeles offiziell das "Beckham-Zeitalter" in den USA begonnen hatte, waren in der gesamten bisherigen Saison die Stadien nur bei 15 Spielen ausverkauft. Bislang lag der Zuschauerschnitt bei rund 15.000 Fans pro Partie - auch diese Zahl wird dank "Becks" in den kommenden drei Monaten steigen. "Nicht nur wir, sondern alle Märkte im Land profitieren von ihm. Das ist für alle ein Gewinn-Geschäft", sagte Galaxy-Präsident Alexi Lalas. (mit dpa)

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