Sport : US Open: Anke Huber kann bei demTurnier noch weit kommen

Die French-Open-Siegerin aus Frankreich beendete in New York das Achtelfinal-Match gegen die 25-jährige Deutsche nach dem Verlust des ersten Satzes mit 4:6 vorzeitig. Mit dem Viertelfinal-Einzug stellte Huber ihr bisher bestes US-Open-Ergebnis des Vorjahres ein und erreichte zum siebten Mal in ihrer Karriere die Runde der letzten acht bei einem Grand-Slam-Wettbewerb. Ein Preisgeld von 110 000 Dollar ist der DTB-Spitzenspielerin nun schon sicher.

"Man hat von Beginn an gesehen, dass sie Probleme hatte. Denn sie schlägt sonst viel besser auf", sagte Anke Huber nach ihrem Weiterkommen. Die Aufgabe von Mary Pierce kam für sie darum keinesfalls überraschend: "Ich hatte es im Gefühl, dass sie aufhört, wenn ich mal zwei Spiele vor bin oder den ersten Satz gewinne", erklärte die beste deutsche Tennisspielerin.

Nach zuletzt fünf Niederlagen gegen die Französin wollte Anke Huber eigentlich mit sportlichen Mitteln die Misserfolgsserie gegen ihre Angstgegnerin beenden. Doch auch so war sie zufrieden: "Ich bin froh, im Viertelfinale zu sein." Denn nun steht ihr bei dem mit 15 Millionen Dollar dotierten Turnier sogar die Tür zum Halbfinale offen. Gegen die Russin Elena Dementjewa, die im Duell zweier ungesetzter Spielerinnen die US-Amerikanerin Lilia Osterloh mit viel Mühe in drei Sätzen niederrang, ist sie Favoritin.

"Es ist eine große Möglichkeit für mich. Aber darüber denke ich besser nicht zu viel nach", betonte Huber. Dementjewa ist nach Tatjana Panowa und Elena Lichowtsewa bereits die dritte Russin, auf die Huber in New York trifft. Jedoch mit schlechter Erinnerung: Das bislang einzige Spiel verlor sie im März in Indian Wells mit 6:4, 4:6, 4:6. Im Halbfinale könnte Anke Huber dann auf Serena Williams treffen. Die Titelverteidigerin aus den USA musste am Montag gegen Jelena Dokic im ersten Durchgang zwei Satzbälle abwehren, ehe sie die Australierin noch deutlich mit 7:6 (9:7), 6:0 besiegte.

Dass Mary Pierce nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte war, offenbarte sich bereits im ersten Aufschlagspiel. Nach einem Break zum 1:0 leistete sie sich gleich drei Doppelfehler und schenkte Huber so förmlich das Rebreak. Danach verlief die Partie im riesigen Arthur-Ashe-Stadion, das am Vormittag nur spärlich besetzt war, weitgehend ausgeglichen. Beide hatten Chancen, machten aber auch viele Fehler.Beim Stand von 5:4 für Huber ließ sich Mary Pierce an der Schulter behandeln. Als sie ihren Aufschlag zum 4:6-Satzverlust abgegeben hatte, bezeichnenderweise nach zwei Doppelfehlern in Folge, gab Pierce auf.

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