US Open : Hartes Los für Kiefer und Kerber

Die meisten deutschen Tennis-Profis können mit der Auslosung zu den US Open in New York zufrieden sein. Auf Nicolas Kiefer und Angelique Kerber warten allerdings schwere Aufgaben.

Andreas Bellinger[dpa]
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Nicolas Kiefer hat sich viel vorgenommen. -Foto: ddp

New York/HamburgFreud und Leid lagen für die deutschen Tennisprofis bei der Auslosung für die am Montag beginnenden US Open in New York dicht beieinander. Während Thomas Haas wie Benjamin Becker und Michael Berrer gegen einen Qualifikanten beginnen wird, bekommt es Nicolas Kiefer mit dem Amerikaner Vince Spadea gleich mit einem harten Brocken zu tun. Vier Mal hat der Hannoveraner schon gegen den Weltranglisten-64. gespielt, aber nur ein Mal vor vier Jahren gegen den 33-Jährigen gewonnen.

Doch der in Wimbledon nach mehr als einem Jahr Verletzungspause auf die Grand-Slam-Bühne zurückgekehrte Kiefer sprüht vor Ehrgeiz. Und im Viertelfinale könnte ihn das spannende "hausinterne" Duell gegen Haas erwarten, der sich allerdings mit einer Verletzung herumplagt und vielleicht gar nicht spielen kann. "Ich werde alles versuchen", hat der gebürtige Hamburger zwar angekündigt, doch das letzte Wort hat sein Arzt, der ihn schon zwei Mal an der Schulter operiert hat. Schon in der zweiten Runde könnte es für Haas übrigens zu einem Vergleich mit seinem Daviscup-Kollegen Becker kommen.

Auf Philipp Kohlschreiber wartet der Argentinier Mariano Zabaleta, gegen den es ein Debüt für den Augsburger ist. Florian Mayer, der wie Becker bei der Generalprobe in New Haven früh ausgeschieden ist, erwartet den Spanier David Ferrer, den er in drei Vergleichen zwei Mal geschlagen hat. Allerdings fanden alle drei Matches auf Sand und nicht wie in Flushing Meadow auf Hartplatz statt.

Angelique Kerber trifft auf Serena Williams

Ein Hammer-Los musste Angelique Kerber verdauen. Sie muss gleich in Runde eins gegen die zweimalige Siegerin Serena Williams auf den Platz. Einziger Trost dürfte für die Kielerin sein, dass sie vermutlich im riesigen Arthur-Ashe-Stadium spielen darf. Während die außer Form geratene Anna-Lena Grönefeld erst gar nicht nach New York kommt, startet ihre Nachfolgerin als deutsche Nummer eins, Martina Müller aus Hannover, gegen die Russin Maria Kirilenko.

Insgesamt sind zwölf deutsche Tennisprofis (sechs Damen/sechs Herren) direkt für das mit 19,6 Millionen Dollar dotierte Grand-Slam-Tennisturnier qualifiziert. Topfavorit bei den Herren ist natürlich Branchenprimus Roger Federer, der gegen einen Qualifikanten das Unternehmen vierten Titelgewinn in Serie beginnt. Im Viertelfinale könnte es zum Duell mit dem Amerikaner Andy Roddick kommen, den er im Vorjahr im Finale in vier Sätzen bezwang. Die hinter der Belgierin Justine Henin an Nummer zwei gesetzte Vorjahressiegerin Maria Scharapowa steht nach Ansicht von "Glücksfee" Patrick McEnroe vor einem starken Turnier. "Sie könnte durchmarschieren", meinte der kleine Bruder von John McEnroe angesichts des Loses für die Russin.

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