US Open : Kohlschreiber letzter Deutscher

Acht deutsche Tennis-Herren standen im Hauptfeld der US Open. In die dritte Runde hat es nur Philipp Kohlschreiber geschafft. Der trifft nun auf einen alten Bekannten. Peter Gojowczyk überzeugte trotz seiner knappen Niederlage gegen einen Top-Ten-Spieler.

Philipp Kohlschreiber steht als einziger deutscher Tennisspieler bei den US Open in der dritten Runde. Der 30 Jahre alte Augsburger trifft bei dem Grand-Slam-Turnier in New York am Samstag auf den an Nummer 13 gesetzten Amerikaner John Isner - zum dritten Mal in Serie in der dritten Runde von Flushing Meadows.

„Das ist unglaublich, drei Jahre nacheinander in der gleichen Runde gegen den gleichen Gegner zu spielen“, sagte Kohlschreiber vor dem Duell mit dem 2,08 Meter langen Aufschlagriesen. Er konnte am Donnerstag (Ortszeit) wegen der Aufgabe des Franzosen Michael Llodra Kräfte sparen; Peter Gojowczyk (München), Matthias Bachinger (Dachau) und Jan-Lennard Struff (Warstein) dagegen schieden aus.

Struff unterlag Isner 6:7 (5:7), 4:6, 2:6. Bachinger verlor ebenfalls in drei Sätzen gegen den früheren US-Open-Champion Andy Murray 3:6, 3:6, 4:6. Eine überzeugende Vorstellung dagegen bot Gojowczyk. Der 25 Jahre alte Qualifikant stand zum zweiten Mal bei einem der vier wichtigsten Turniere in der zweiten Runde und wehrte sich lange gegen den Weltranglisten-Sechsten Milos Raonic. Erst nach 3:06 Stunden Spielzeit musste sich der Davis-Cup-Spieler der Nummer fünf der Setzliste mit 6:7 (4:7), 7:5, 4:6, 6:7 (3:7) geschlagen geben.

Bereits in der ersten Runde gescheitert waren Tobias Kamke (Lübeck), Andreas Beck (Stuttgart), Benjamin Becker (Mettlach) und Dustin Brown (Winsen/Aller). So ruhen die deutschen Hoffnungen nun ausgerechnet auf dem aus dem Davis Cup ausgebooteten Kohlschreiber. „Ich habe nicht so viel Kraft gelassen, dritte Runde ist ja schon mal ganz nett“, sagte der Weltranglisten-25. Gerade einmal eine halbe Stunde stand er auf dem Platz, ehe Llodra wegen einer Verletzung am Ellbogen beim Stand von 6:2 für Kohlschreiber aufgeben musste.

Ohne Satzverlust kamen die Weltranglisten-Ersten Serena Williams (USA) und Novak Djokovic (Serbien) weiter. Boris-Becker-Schützling Djokovic ließ dem Franzosen Paul-Henri Mathieu keine Chance und gewann nach 1:28 Stunden 6:1, 6:3, 6:0. Der 27 Jahre alte Serbe bekommt es jetzt mit Sam Querrey aus den USA zu tun.

Titelverteidigerin Serena Williams deklassierte ihre Landsfrau Vania King 6:1, 6:0. Im Kampf um den Einzug ins Achtelfinale wartet nun in Varvara Lepchenko erneut eine Amerikanerin auf die 17-malige Grand-Slam-Turniersiegerin. Lepchenko hatte sich kurz zuvor gegen Mona Barthel (Neumünster) mit 6:4, 6:0 durchgesetzt. (dpa)

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