US Open : Williams siegt, Nadal draußen

Serena Williams hat zum dritten Mal nach 1999 und 2002 die US Open gewonnen und ist im Damen-Tennis nach fünf Jahren wieder die Nummer eins der Welt. Bei den Herren schied Rafael Nadal im Halbfinale aus.

Serena Williams
Voller Einsatz: Serena Williams. -Foto: AFP

New YorkDie US-Amerikanerin Serena Williams (26) hat am Sonntag (Ortszeit) das Endspiel in New York 6:4, 7:5 gegen Jelena Jankovic gewonnen. Für die Weltranglisten-Zweite aus Serbien war es das erste Grand-Slam-Finale ihrer Karriere. Serena Williams stand dagegen zum zwölften Mal im Endspiel bei einem der vier wichtigsten Turniere und holte ihren neunten Titel. Für den Sieg gab es 1,5 Millionen Dollar Preisgeld, die 23-jährige Jankovic erhielt die Hälfte.

Im Duell zweier kampfstarker Spielerinnen entschied die größere Kraft zugunsten der Lokalmatadorin, die auch offensiver agierte. Nach einer 5:2-Führung wackelte Williams im ersten Satz noch einmal, ehe sie sich den Durchgang holte. Jankovic bekam aber zunehmend Hilfe durch Fehler ihrer zwischenzeitlich müde wirkenden Gegnerin. Beim 3:5 mobilisierte Williams noch einmal alle Reserven und wehrte drei Satzbälle in Folge ab. Jankovic vergab eine vierte Chance bei 5:4-Führung mit einem Doppelfehler. Nach gut zwei Stunden nutzte Williams ihren zweiten Matchball zum umjubelten Sieg.

Der spanische Weltranglisten-Erste Rafael Nadal verpasste zuvor mit 2:6, 6:7 (5:7), 6:4, 4:6 gegen den Schotten Andy Murray das Endspiel an diesem Montag gegen Titelverteidiger Roger Federer. Die Partie war am Vortag wegen Regens im dritten Satz beim Stand von 3:2 für Nadal abgebrochen worden. Während der 21-jährige Murray in sein erstes Grand-Slam-Finale einzog, wartet Nadal weiter auf sein erstes Endspiel in Flushing Meadows. In diesem Jahr hatte er die French Open, Wimbledon und olympisches Gold im Einzel gewonnen. In Paris und London hatte Nadal im Finale jeweils Federer bezwungen.

Federer wartet im Finale

Murray könnte als erster Brite seit 72 Jahren eines der vier wichtigsten Turniere gewinnen. Zuletzt hatte Greg Rusedski 1997 das Finale der US Open erreicht. Federer war bereits am Samstag mit seinem Erfolg über Vorjahresfinalist Novak Djokovic aus Serbien ins Endspiel gekommen, das erstmals seit 21 Jahren wieder an einem Montag ausgetragen wird. Der Schweizer kann als erster Spieler seit 84 Jahren zum fünften Mal in Folge die US Open gewinnen.

Obwohl Nadal erst verkürzen konnte, machte Murray erneut den stärkeren Eindruck. Der künftige Weltranglisten-Vierte ließ aber auch viele Chancen aus. Andererseits holte Murray im vierten Satz einen 1:3-Rückstand auf und nutzte gleich seinen ersten Matchball zum ersten Sieg über Nadal nach bisher fünf Niederlagen. (feh/dpa)

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