Sport : US-Sprinter Rodgers positiv getestet

Stuttgart - Zwei Wochen vor den Weltmeisterschaften in Daegu schrecken gleich zwei namhafte Dopingfälle die Leichtathletik-Welt auf. Nach Staffel-Weltmeister Steve Mullings aus Jamaika wurde auch der frühere amerikanische 100-Meter-Meister Mike Rodgers positiv auf eine verbotene Substanz getestet.

Der 26-Jährige bestätigte die Probe via Twitter und erklärte sie mit dem Genuss eines Energiedrinks. Deshalb hat er die Hoffnung auf einen WM-Start auch noch nicht aufgegeben. „Ich versuche, noch vor Beginn der WM angehört zu werden“, sagte Rodgers. Auch sein Manager Tony Campbell sagte der Nachrichtenagentur Reuters: „Ich vermute, dass sie Mike im Team lassen, bis ein Urteil gesprochen ist.“ Bislang hat der US-Verband USATF seinen 100-Meter- und Staffel-Kandidaten für Daegu noch nicht offiziell suspendiert.

Rodgers wurde vor einem Monat positiv auf ein Stimulanzium getestet. „Mike hat einen Fehler gemacht. Das ist eine schlechte Situation für uns“, sagte Campbell. „Aber ich möchte nicht, dass irgendjemand denkt, dass er ein Junkie ist. Das war ein Stimulanzium und kein Steroid.“ Auch Mullings erklärte der Zeitung „Jamaica Observer“, dass er davon ausgeht, sauber aus der neuen Doping-Affäre um seine Person herauszukommen.

Der 29 Jahre alte Sprintkollege von 100-Meter-Weltrekordler Usain Bolt war bei den jamaikanischen Meisterschaften Ende Juni positiv auf eine so genannte maskierende Substanz getestet worden, die Dopingmittel verschleiern kann. Die Probe wurde zwar von Mullings’ Manager John Regis, bislang aber nicht aber von der jamaikanischen Anti-Doping-Kommission und vom nationalen Leichtathletik-Verband JAAA, bestätigt.

Der Sprinter war 2004 schon einmal wegen Dopings für zwei Jahre gesperrt worden. Sollte sich der Verdacht bestätigen, droht dem Trainingspartner von Tyson Gay (USA) eine lebenslange Sperre. Mullings galt als Kandidat für eine WM-Medaille über 100 und 200 Meter, da er über 200 Meter die jamaikanische Meisterschaft gewonnen hatte und über 100 Meter die drittschnellste Zeit dieses Jahres gelaufen ist (9,80 Sekunden). dpa

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