USA-Grand-Prix : Silberne Dominanz in der Formel 1

Beim Qualifying zum Grand Prix in den USA dominierten die Silberpfeile von McLaren-Mercedes. Von der Pole startet Lewis Hamilton vor Fernando Alonso. Der starke BMW-Neuling Sebastian Vettel beginnt vom siebten Platz.

Formel 1 - GP USA Qual. Sieger
Sie starten aus der ersten Reihe in Indianapolis: Lewis Hamilton und Fernando Alonso.Foto: dpa

Starkes Formel-1-Debüt von Sebastian Vettel, fast schon unschlagbare Silberpfeile. Während McLaren-Mercedes in Indianapolis vor dem siebten Saisonrennen zum dritten Mal in die erste Startreihe raste, zeigte der junge Vettel in seinem BMW-Sauber als Siebter auf Anhieb eine ganz starke Leistung. "Jetzt fällt mir erstmal ein Riesenstein vom Herzen", sagte der Hesse. Der bald 20 Jahre alte Heppenheimer war in der Qualifikation zum Großen Preis der USA am Sonntag (19 Uhr/RTL und Premiere) nur 0,66 Sekunden langsamer als sein Teamkollege Nick Heidfeld im zweiten BMW-Sauber.

"Sebastian hat seine Sache sehr gut gemacht. Er hat das umgesetzt, was wir ihm vorgegeben haben. Nick hatte Pech auf seiner letzten Runde", fand BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen. "Quick Nick" fuhr hinter den dominierenden McLaren-Mercedes-Piloten Lewis Hamilton und Fernando Alonso sowie Felipe Massa und Kimi Räikkönen in den beiden Ferraris auf Startplatz fünf. Ralf Schumacher im Toyota wurde Zwölfter. Nico Rosberg im Williams fuhr auf Rang 14 und Adrian Sutil im Spyker kam auf Platz 21.

"Sensationell, drei Mal Doppel-Pole hintereinander. Das war großer Sport von Lewis und Fernando", lobte Mercedes-Motorsportdirektor Norbert Haug seine beiden Piloten. Der junge WM-Spitzenreiter Hamilton holte sich in souveräner Manier in 1:12,331 Minuten die zweite Pole-Position seiner Karriere. Der Brite verwies wie schon vor einer Woche in Montréal seinen Teamkollegen Alonso auf Platz zwei. Auf der 4,192 Kilometer langen Runde war er 0,169 Sekunden schneller als der Weltmeister aus Spanien. "Darüber bin ich überrascht", sagte Hamilton.

BMW-Sauber-Piloten nicht ganz zufrieden

Formel 1 - GP USA Qual.
BMW-Pilot Sebastian Vettel startet bei seinem Debüt vom siebten Platz.Foto: dpa

Vettel machte es bei seiner Premiere dem zurückgetretenen Rekordweltmeister Michael Schumacher nach, der bei seinem Formel-1-Debüt 1991 in Belgien ebenfalls auf Startplatz sieben gefahren war. "Es war sehr aufregend", sagte Vettel. Vor seiner ersten echten Bewährungsprobe in der Königsklasse des Motorsports hatte sich der BMW-Ersatzfahrer, der den in Montréal verunglückten Polen Robert Kubica vertritt, noch etwas ausgeruht. "Ich hatte mich vor dem Qualifying ein bisschen hingelegt, das hat mir sehr geholfen."

Trotz seines guten Einstandes war Vettel vor den 73 Runden über 306,016 Kilomter aber nicht ganz zufrieden: "Im letzten Qualifying hätte ich für mich noch ein bisschen mehr rausholen können", sagte er. Auch sein Teamkollege Heidfeld haderte: "Ich bin nicht ganz zufrieden. In der letzten Runde hab ich Zeit liegen lassen, etwas zu viel riskiert. Der Abstand zu Ferrari ist recht klein, da ärgert man sich auch über den kleinsten Fehler", sagte er. 8/1000 Sekunden war der Mönchengladbacher langsamer als der viertplatzierte Räikkönen im zweiten Ferrari.

Fahrerwertung: Hamilton vor Alonso

McLaren-Mercedes führt in der Teamwertung mit einem 28-Punkte-Vorsprung vor Ferrari (60 Punkte) und BMW-Sauber (38). In der Fahrerwertung hat Hamilton mit seinem ersten Karrieresieg am vergangenen Sonntag in Montréal einen Vorsprung von acht Zählern auf den Spanier Alonso (40) im zweiten Silberpfeil herausgefahren. Heidfeld (26) ist Fünfter hinter den beiden Ferrari-Piloten Massa (Brasilien/33) und Räikkönen (Finnland/27). Stark unterwegs war bislang auch Rosberg (5) im Williams, während Ralf Schumacher im Toyota gerade einmal zwei Punkte sammeln konnte.

Für Ralf Schumacher und Rosberg war diesmal bereits in Runde zwei Endstation: Während sein Teamkollege Jarno Trulli (Italien) in die Top Ten fuhr, beendete Schumacher die Qualifikation auf Rang zwölf. "Ich bin nicht unzufrieden. Ein Punkt wird hoffentlich schon drin sein. Aber es ist verdammt knapp hier. Jeder rutscht hier ein bisschen rum, der eine mehr als der andere", sagte Schumacher. Rosberg dagegen war schneller als sein Stallgefährte Alexander Wurz (Österreich). "Es ist zwar ein kleiner Trost, wenn man den Teamkollegen schlägt, aber 14 und 17 - das ist ein Desaster", sagte Rosberg. (mit dpa)

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