Sport : Verdacht der Manipulation in Hoffenheim

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Hoffenheim Wegen eines verbotenen Wetteinsatzes ermittelt der Deutsche Fußball-Bund (DFB) gegen Süd-RegionalligistTSG Hoffenheim. „Die Ermittlungen des Kontrollausschusses dauern noch an. Der Verdacht hat sich bisher nicht bestätigt“, sagte DFB-Sprecher Harald Stenger. Er betonte, dass der DFB – wie bei der Aufarbeitung des Manipulationsskandals um Robert Hoyzer vereinbart wurde – „absolut zeitnah“ gehandelt habe. Hoffenheims Kapitän Matthias Örüm soll einem ihm bekannten Anrufer zufolge beim 1:3 gegen den FC Augsburg am 21. Oktober auf eine Rote Karte gegen einen Mitspieler Senesie gewettet haben. Tatsächlich wurde sein Teamkollege Sahr Senesie wegen einer Tätlichkeit des Feldes verwiesen.

Der Klub hatte nach dem Anruf Selbstanzeige gestellt. „Hoffenheim hat uns vergangene Woche informiert, dass es einen Verdacht auf einen verbotenen Wetteinsatz gibt“, sagte DFB-Sprecher Stenger. Daraufhin sei der Kontrollausschuss eingeschaltet worden. Dessen Vorsitzender Horst Hilpert hat Örüm und Senesie vernommen. Örüm ist laut Hoffenheims Geschäftsführer Dag Heydecker „stinksauer“. Der Spieler bezeichnet den Vorwurf als „totalen Quatsch“ und hat Anzeige gegen den Anrufer, der laut Heydecker aus dem Wettmilieu stammt, wegen Verleumdung, Rufschädigung und Nötigung erstattet. Heydecker sagte dem Tagesspiegel: „Wir haben den DFB informiert und unsere Pflicht getan.“ Für Örüm gelte aber die Unschuldsvermutung. „Er wird weiterhin für uns spielen.“ cv/dpa

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