Sport : Verglühende Sterne

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Hatte US-Präsident Barack Obama das Spiel von Alba Berlin kommentiert? Die Berliner Basketballer haben am Mittwoch im Eurocup gemeinschaftlich das zusammengekaufte Millionärsensemble aus Samara in seine Einzelteile zerlegt, wenig später äußerte sich der bekennende Basketballfan im Weißen Haus wie folgt: „Eine Mannschaft braucht einfach Zeit, sich zu finden, egal, wie gut eine Gruppe von Spielern ist, wenn sie noch nie zuvor zusammen gespielt hat, wird sie als Mannschaft nicht so gut sein wie eine Mannschaft, die schon lange zusammen spielt.“

Natürlich hat Obama nicht Albas Gegner Samara, sondern die Stars der Miami Heat gemeint. Diese enttäuschen gegenwärtig in der Basketball-Profiliga NBA die Erwartungen. Doch das eherne Gesetz des Mannschaftssports gilt überall. Auch im Fußball, in dem einst bei Real Madrid eine Galaxie von Stars verglühte. Nun spüren die drei Helden der Heat die Hitze. Nach drei Niederlagen in Folge werden die Wurfquoten von LeBron James, Dwyane Wade und Chris Bosh sogar im Weißen Haus diskutiert.

Doch in Miami kommt noch etwas hinzu. Das Theater, das dort während und nach der Verpflichtung der drei Stars gemacht worden ist, hat alle anderen angestachelt. Die Gegner sind mehr als heiß, ein Team zu besiegen, das noch keines ist, aber große Töne gespuckt hat. „Yes we did“, lautete das Motto der Spieler-Präsentation in Miami vor Tausenden von Fans. Das war Blödsinn. LeBron James, Dwyane Wade und Chris Bosh müssen gerade schmerzhaft lernen, dass sie noch gar nichts geschafft haben.

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