Verhandlungen beendet? : Wieder Wirbel um Pantelic

Der serbische Stürmer soll die Verhandlungen mit Hertha BSC beendet haben. Marko Pantelic selbst bestreitet das: "Das ist absoluter Quatsch."

Stefan Hermanns
Marko Pantelic
Das hab ich nicht gesagt. Marko Pantelic.Foto: ddp

Berlin - Wenn Marko Pantelic einmal ins Reden kommt, ist es nicht ganz einfach, aus dem Wust seiner Äußerungen das wirklich Wichtige hinauszufiltern. Insofern war es eine recht klare Ansage, mit der der Stürmer von Hertha BSC gestern in der serbischen Zeitung „Vecernje Novosti“ zitiert wurde. Der Berliner Fußball-Bundesligist habe die Bedingungen abgelehnt, zu denen er seinen im Sommer auslaufenden Vertrag verlängern würde, teilte Pantelic mit, die Verhandlungen seien damit beendet: „Ich bin frei und kann einen organisatorisch, finanziell und auf die Mannschaft bezogenen mächtigeren Klub auswählen.“ Das ist doch mal eine eindeutige Aussage in diesem schwierigen und langwierigen Fall. Das einzige Problem ist: Marko Pantelic bestreitet, dass er diese Aussage so gemacht hat.

„Das ist absoluter Quatsch. Das würde ich niemals sagen, nie im Leben“, sagte Pantelic. „Das ist nicht mein Niveau.“ In der Tat hatte der Serbe am Wochenende, nach seinen beiden Toren zum 2:1-Sieg gegen Eintracht Frankfurt, so ziemlich das Gegenteil von dem behauptet, was nun in Serbien in der Zeitung zu lesen war: Er könne sich vorstellen, bis an sein Lebensende in Berlin zu bleiben. Diese Aussage bestätigte Pantelic gestern noch einmal: „Ich habe immer gesagt, dass Hertha mein erster Gesprächspartner ist. Daran hat sich nichts geändert.“

Auch Herthas Manager Dieter Hoeneß wollte einem „dubiosen Interview aus Serbien“ keine allzu große Bedeutung beimessen. Die darin wiedergegebenen Aussagen des Stürmers seien weit weg von der Realität: „Es gibt keinen neuen Sachstand.“ Pantelic bleibt auf jeden Fall bis zum Sommer, darauf hat sich Hertha im vorigen Monat mit dem Serben geeinigt. Seitdem habe es keine Gespräche mehr mit Pantelic und dessen Berater gegeben.

Hoeneß hatte unmittelbar nach dem Sieg gegen Frankfurt gesagt: „Wir sind froh, dass Marko da ist.“ Trotzdem deutet vieles darauf hin, dass die Zusammenarbeit nach dieser Saison endet – was weniger an Pantelic liegt als an Herthas Trainer Lucien Favre, der die allgemeine Pantelic-Hysterie in der Stadt nicht teilen mag. Am Freitag, im Auswärtsspiel bei Arminia Bielefeld, kann der Schweizer schon einmal die Zukunft ohne seinen gefährlichsten Stürmer proben. Pantelic fällt für diese Begegnung aus. Allerdings hat sich seine Verletzung (Zerrung am Kniegelenk, Stauchung und Schwellung am Sprunggelenk) als nicht so dramatisch herausgestellt wie zunächst befürchtet. Pantelic muss wohl eine Woche mit dem Training aussetzen. Stefan Hermanns

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