Verletzung : Alba mitunter ganz ohne Spielmacher

Wie Alba Berlin im Spiel gegen Ulm den verletzten Aufbauspieler Rashad Wright ersetzen will.

Lars Spannagel

Berlin - Die Basketballer von Alba Berlin haben sich mittlerweile daran gewöhnt, wichtige Spieler wochenlang ersetzen zu müssen. „Wir haben das bei Patrick Femerling hingekriegt, wir haben das bei Julius Jenkins hingekriegt. Und wir werden es auch bei Rashad Wright hinbekommen“, sagt Sportdirektor Henning Harnisch. Aufbauspieler Wright wird mit einem Anriss des Syndesmosebands vier bis sechs Wochen fehlen, zum ersten Mal im heutigen Bundesliga-Heimspiel (20 Uhr, Arena am Ostbahnhof) gegen den Tabellenfünften aus Ulm.

Im Wechsel mit dem deutschen Nationalspieler Steffen Hamann lenkt der 27-jährige Wright normalerweise die Offensive der Berliner, die beiden Aufbauspieler stehen jeweils rund 20 Minuten pro Spiel auf dem Feld. Ihr Rhythmus hat sich eingespielt: Hamann beginnt das Spiel, Mitte des ersten Viertels wird er von Albas Trainer Luka Pavicevic durch Wright ersetzt. Auf dieses Wechselspiel wird Alba nun voraussichtlich bis kurz vor Beginn der Play-offs verzichten müssen. „Durch Rashads Verletzung geht uns ein bisschen von der Stabilität verloren, die wir in den letzten Wochen gezeigt haben“, räumt Harnisch ein.

Andererseits ist man sich bei Alba sicher, den Ausfall kompensieren zu können. Laut Harnisch können Immanuel McElroy, Julius Jenkins und sogar Johannes Herber als Ersatzaufbauspieler einspringen, Pavicevic spricht vor allem vom vielseitigen McElroy als „unserem Point Guard in der Not“. Der Trainer hat aber auch schon gezeigt, dass er mitunter ganz auf einen gelernten Spielmacher verzichten kann: Im letzten Spiel in der Europaliga ließ Pavicevic bei Real Madrid sowohl Hamann als auch den freiwurfschwachen Wright in den letzten Minuten auf der Bank. Die Berliner setzten sich zunächst ab, nur um durch einen Wurf in letzter Sekunde doch noch zu verlieren.

Die Ulmer werden heute darauf hoffen, dass Alba zumindest ein bisschen aus dem Tritt gerät. Trainer Mike Taylor kündigte nach einem deutlichen 79:63-Sieg gegen Vizemeister und Pokalfinalist Bonn am Sonntag jedenfalls schon einmal an, als erste deutsche Mannschaft in der neuen Berliner Großarena gewinnen zu wollen. Lars Spannagel

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