Verletzungspech : Mainz 05: Null Punkte, null Torhüter

Mainz 05 steht nach dem 0:2 in Mönchengladbach ohne einen einzigen gesunden Torwart im Kader da.

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Verletzung, die zweite. Der Gladbacher Marco Reus prallt bei seinem Tor zum 2:0 mit dem Mainzer Christian Wetklo zusammen. -Foto: dpa

Mönchengladbach - Schlechter hätte der Freitagabend für den FSV Mainz 05 kaum laufen können. Eine Woche nach dem 2:1-Triumph gegen Bayern München verlor der Aufsteiger bei Borussia Mönchengladbach nicht nur mit 0:2 (0:1) und verpasste dadurch die erstmalige Tabellenführung. Nach der Niederlage haben die Mainzer auch keinen einzigen gesunden Torhüter mehr im Kader.

Während die Mönchengladbacher Fans noch den zweiten Heimsieg der Saison feierten, eilten nach dem Abpfiff Sanitäter auf den Platz, um den verletzten Torhüter Christian Wetklo zu versorgen. Die letzten Minuten des Spiels hatte der Ersatzkeeper, der erst in der 36. Minute für den ebenfalls verletzt ausgeschiedenen Torhüter Heinz Müller ins Spiel gekommen war, nur noch unter weithin sichtbaren Schmerzen überstanden. Wetklo wurde zunächst mit Verdacht auf Beinbruch ins Krankenhaus eingeliefert. Bei der Untersuchung stellte sich die Verletzung aber als schwere Prellung des Knochens sowie der Muskulatur des Schienbeins heraus. Seine Rückkehr nach der Länderspielpause in zwei Wochen ist dennoch ebenso fraglich wie ein Einsatz vom Heinz Müller, der sich eine Bauchmuskelverletzung zuzog.

„Dass da der Spielbericht in den Hintergrund gerückt wird, ist wohl verständlich. Es gibt beruhigendere Situationen, als drei Torhüter im Krankenstand zu haben“, sagte der Mainzer Trainer Thomas Tuchel. „Das ist schon dramatisch.“ Beide Schlussmänner, die eigentlich Ersatz für den wegen eines Patellasehnenanrisses pausierenden Stammtorhüter Dimo Wache sind, verletzten sich bei den beiden Gegentreffern. Müller prallte beim 0:1 mit dem Gladbacher Torschützen Raul Bobadilla zusammen, den eingewechselten Wetklo erwischte Marco Reus nach seinem Solo zum 2:0. „Da ist das Ergebnis völlig unwichtig“, meinte der Mainzer Manager Christian Heidel.

Zumal der Klub nur noch bis Montag Zeit hat, um auf die neue Personalsituation zu reagieren. Dabei war Tuchel mit der Leistung seiner Mannschaft durchaus zufrieden. „Wir haben uns vorgenommen, den nächsten Schritt zu machen. Die Mannschaft hat viele gute Ansätze gezeigt“, sagte der Trainer. dpa/Tsp

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