Verschmutzung : IOC: Luft unbedenklich

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat die dicke Pekinger Luft für unbedenklich erklärt. Die Luftverschmutzungs-Werte seien "beträchtlich unterhalb der Normen“, sagte IOC-Sprecherin Giselle Davies am Samstag.

Es gebe "kein wie auch immer geartetes Risiko“. Davies ließ Spott über die Olympioniken anklingen, die wegen der Pekinger Dunstglocke Gesichtsmasken tragen: Die Athleten könnten im Rahmen der Regularien tragen, was sie wollten, sagte Davies. "Gesichtsmasken dienen überhaupt keinem Zweck.“

Am Samstag war der Pekinger Himmel erneut grau verhangen; die Sicht beim Straßenrennen der
Radfahrer betrug wenige hundert Meter. Das Pekinger Wetteramt sagte Höchsttemperaturen von 33 Grad bei einer Luftfeuchtigkeit von 90 Prozent voraus. Der Schadstoffindex lag am Vortag bei 94 Punkten, knapp unter dem Smog-Grenzwert von 100. In China liegt jedoch etwa der Grenzwert für Feinstaub um ein Mehrfaches über den Normen der Weltgesundheitsorganisation WHO. Außerdem gibt es Zweifel, ob die Daten nicht geschönt sind.

Das Olympia-Organisationskomitee BOCOG betonte, die Luft in Peking sei vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen für unbedenklich erklärt worden. „Unsere Zahlen sind korrekt“, sagte Bocog-Generalsekretär Wang Wei. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass die Luftqualität keinen negativen Einfluss auf die Athleten haben wird“, sagte Wang. (dpa)

0 Kommentare

Neuester Kommentar