Sport : Versetzung zum Torjäger Ein gelernter Verteidiger trifft weiter für Schalke

Gelsenkirchen - Zwei Tore hat Heiko Westermann am Dienstag für Schalke 04 erzielt. Sie reichten, um harmlose Hannoveraner aus der zweiten Runde des DFB-Pokals zu werfen. Wieder einmal Westermann: Drei Mal hat er schon in der Bundesliga getroffen, dann zuletzt sein erstes Länderspieltor (gegen Liechtenstein) erzielt und auch im Europacup in Nikosia hieß ein Schalker Torschütze Heiko Westermann. Dass der jahrelang als Defensivspezialist geltende Fußball-Profi in dieser Saison zum Torjäger des FC Schalke 04 wurde und den etablierten Stürmerkollegen nahezu in jedem Spiel die Schau stiehlt, verblüfft selbst Fred Rutten. „Ich bin auch ein wenig überrascht. Er macht seine Sache ordentlich“, sagt Schalkes Trainer.

Der Gelobte gibt sich derweil bescheiden. Der Sieg gegen Hannover sei „ein Verdienst der ganzen Mannschaft“ gewesen, sagte der 25 Jahre alte Westermann. Gleichwohl ist er überrascht von der eigenen Leistung. „Es ist schön, dass ich solch einen Lauf habe.“ Nach Erklärungen für seine Spielfreude gefragt, muss Westermann überlegen. „Es liegt sicher daran, dass ich mich einfach wohl fühle, gern für Schalke spiele.“ Dass er seinen Offensivdrang besser ausleben kann und viel öfter zum Torabschluss kommt als früher, hängt mit seiner aus der Not geborenen Versetzung ins Mittelfeld nach dem 0:4-Debakel bei Atlético Madrid zusammen. „Der Trainer hat wohl gedacht, dass ich dort spielen kann. Vom Mittelfeld aus ist der Weg zum Tor natürlich kürzer als aus der eigenen Abwehr“, erläuterte der Franke. dpa

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