Sport : Versöhnung mit den Fans - der VfB Stuttgart feiert einen 3:1-Sieg über Rostock

Elmar Dreher

Der VfB Stuttgart hat sich in seinem letzten Heimspiel des auslaufenden Jahres mit seinen Fans versöhnt. Mit dem 3:1 (0:0) gegen den FC Hansa Rostock gelang den Schwaben am Dienstag im heimischen Rund ein wichtiger Schritt gegen den Heimkomplex, den der zweifache Torschütze Viorel Ganea (55./62) und Roberto Pinto (75.) sicherstellten. Während der VfB Stuttgart, der von 18 000 Zuschauern zur Pause ausgepfiffen und am Ende bejubelt wurde, damit Tuchfühlung zu den Uefa-Cup-Rängen hielt, setzte das zum siebten Mal sieglose Team von der Ostsee seine Serie der Auswärtspleiten fort.

Nur kurz durften die Rostocker nach dem Anschlusstreffer von Magnus Arvidsson (69.) darauf hoffen, erstmals in dieser Saison und erstmals überhaupt im Stuttgarter Daimlerstadion einen Auswärtssieg feiern zu können. Am Ende waren die Gäste, die am kommenden Mittwoch den VfB im Pokal-Viertelfinale im heimischen Ostseestdion empfangen, mit dem Resultat noch gut bedient.

Eine Halbzeit lang tat sich Stuttgart allerdings sehr schwer. Mit verhaltener Spielweise und wenig Entschlossenheit dokumentierten die Schwaben ihre Verunsicherung im eigenen Haus. Der Bulgare Krassimir Balakow präsentierte sich erneut weit von seiner Bestform entfernt und nicht in der Lage, das Spiel seiner Mannschaft zu lenken. Zudem vergab er in der 18. Minute die beste Chance des VfB in der ersten Halbzeit, als er nach Flanke von Pablo Thiam eine Direktabnahme versuchte. Folgerichtig nahm Ralf Rangnick, der Trainer des VfB Stuttgarts, Spielmacher Balakow zur Pause aus der Partie. Eine Maßnahme, die sich recht bald auszahlen sollte.

Die Rostocker überzeugten nur eine Halbzeit lang mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und waren vor allem durch den Schweden Arvidsson gefährlich. Einen Schuss des Schweden konnte VfB-Torhüter Franz Wohlfahrt in der 12. Minute nur abklatschen. Auch in der 32. Minute hatte Arvidsson Pech, dass sein Kopfball knapp am Tor vorbeistrich. Kurz vor der Pause scheiterte Benken ebenfalls per Kopf an Wohlfahrt.

Den vergebenen Chancen trauerten die Ostseestädter vor allem in der zweiten Halbzeit nach, als sie gegen eine entschlossenere Schwaben-Elf mehr und mehr ins Hintertreffen gerieten. Nach dem Doppelschlag von Ganea spielte der VfB Stuttgart sehr viel befreiter auf und ließ sich auch nicht durch den kuriosen Anschlusstreffer für die Rostocker aus dem Konzept bringen. Stuttgarts Bradley Carnell hatte Schiedsrichter Kessler angeschossen, von dessen Rücken prallte der Ball zum einschussbereiten Arvidsson. Kurz darauf aber sorgte Pinto nach einem Alleingang dafür, dass der Sieg der Schwaben nicht mehr in Gefahr geraten konnte.

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