Sport : Verstecken gilt nicht

Mit Dimitri Owtscharow fordern die deutschen Tischtennisspieler China auch ohne Timo Boll

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Ballbeschwörer. Owtscharow steht in der Weltrangliste schon auf Platz zwölf. Foto: dpa
Ballbeschwörer. Owtscharow steht in der Weltrangliste schon auf Platz zwölf. Foto: dpaFoto: dpa

Berlin - In Europa sind die deutschen Tischtennisspieler seit Jahren die Nummer eins und weltweit der erste Herausforderer Chinas. An diesem Wochenende können sie nun zeigen, dass sie diesen Status nicht nur ihrem Spitzenspieler Timo Boll zu verdanken haben. Beim World Team Cup, der von diesem Donnerstag bis zum Sonntag in der Magdeburger Bördelandhalle stattfindet, müssen sie ohne Boll auskommen. Der Weltranglistenvierte hat seine Teilnahme wegen Rückenbeschwerden abgesagt. Bundestrainer Jörg Roßkopf sagt jedoch: „Ich werde deshalb nicht von unserer Zielsetzung abrücken. Wir wollen ins Finale.“

Hinter Boll haben sich die anderen Deutschen ohnehin immer weiter nach vorne gespielt. Dimitri Owtscharow ist Zwölfter in der Weltrangliste Platz zwölf, Patrick Baum hat sich auf Rang 19 verbessert, Bastian Steger belegt Platz 20. „Jetzt sind eben mal die anderen gefordert und können sich nicht hinter Timo verstecken“, sagt Roßkopf. Auch bei den Chinesen fehlt der erfolgreichste Spieler: Der amtierende Einzel-Weltmeister Zhang Jike kommt wegen einer Hüftverletzung nicht mit. Dafür starten drei andere Weltmeister, Ma Long, Wang Hao und Wang Liqin.

Der World Team Cup sollte eine Generalprobe für die Mannschafts-Weltmeisterschaft werden, die im März in der Dortmunder Westfalenhalle stattfindet. Der Bundestrainer sieht das etwas anders. „Natürlich wollen wir gut spielen. Aber es ist wie beim Confederations-Cup im Fußball. Der ist den Trainern auch nicht so wichtig“, sagt Jörg Roßkopf, „und wenn das Turnier nicht in Deutschland wäre, hätte ich drei junge Spieler dafür nominiert“. Friedhard Teuffel

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