VERTRAGSVERLÄNGERUNG : Zwanziger und Löw relativieren den Streit

Bundestrainer Joachim Löw und DFB-Präsident Theo Zwanziger haben sich vor dem Abflug nach Warschau zur Auslosung der EM-Qualifikationsgruppen in Frankfurt am Main getroffen – zu einem „Gedankenaustausch über die aktuelle Situation“, wie es der DFB formulierte.

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Theo Zwanzigerdpa

„Ich habe gespürt, dass dem Präsidenten daran liegt, die WM-Vorbereitung in dem engen Vertrauensverhältnis fortzuführen, das uns seit Jahren verbindet, auch wenn es jetzt nicht zu der beabsichtigten Vertragsverlängerung gekommen ist“, erklärte Löw nach DFB-Angaben. Löw versuchte seine Vorwürfe zu relativieren, nach denen „viele Unwahrheiten“ in Umlauf gekommen seien und es den von Zwanziger im Dezember des Vorjahres schon verkündeten „Handschlag-Vertrag“ zur Vertragsverlängerung „nicht gegeben“ habe. Er habe „gespürt, dass meine Stellungnahme vom Freitag bei Dr. Zwanziger große Irritationen ausgelöst hat, weil dadurch in der Öffentlichkeit die Diskussion aufgekommen ist, er habe Unwahrheiten verbreitet oder sei daran beteiligt gewesen. Dies war von mir zu keinem Zeitpunkt beabsichtigt“, erklärte Löw. Zwanziger, der seinen Flug vorverlegt hatte, um gemeinsam mit Löw nach Warschau zu reisen, äußerte sich nicht. Er hatte schon vorher versucht, die Situation öffentlichkeitswirksam zu entspannen. „Ich will ihn behalten. Wenn wir die WM erfolgreich spielen, werde ich mit Löw sprechen. Und wenn wir sie nicht so erfolgreich spielen, dann auch. Er wird immer mein erster Ansprechpartner sein“, sagte der DFB-Präsident der „Süddeutschen Zeitung“. Zu Löws Vorwurf, die Unwahrheit verbreitet zu haben, sagte er lediglich: „Als großen Knall würde ich das nicht bewerten. Ich sehe das nicht als Vertrauensbruch. Wir sind Freunde, wir sind keine Feinde.“ Die „großen Unterschiede“ in den Verhandlungen seien erst entstanden, nachdem Teammanager Bierhoff versuchte, mehr Macht bei der Bestimmung eines neuen Bundestrainers zu bekommen. dpa/Tsp

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