Sport : Verunsicherte unter sich

Berlins Eisbären empfangen zum DEL-Auftakt Aufsteiger Freiburg

Claus Vetter

Berlin. Bei den Freiburger Wölfen ging es in den vergangenen Tagen nicht gerade gemütlich zu. Die Ergebnisse in der Vorbereitung auf die gestern mit dem Spiel Düsseldorfer EG gegen Krefeld Pinguine begonnene Saison der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) war eher mäßig, in der ersten Runde des Pokals schied der DEL-Aufsteiger gar bei Zweitligist Heilbronn aus. Gleich drei Spieler hat der Klub daraufhin noch mal schnell vor die Tür gesetzt. Gestern erst verpflichtete Freiburg im Gegenzug den französischen Nationalspieler Olivier Coqueux vom Erstligisten HC Mulhouse.

Für Pierre Pagé, Trainer des EHC Eisbären Berlin, kommen die Unruhen von Freiburg nicht ungelegen, schließlich sind die Wölfe heute im Sportforum (19. 30 Uhr) erster Gegner der Eisbären. „Freiburg ist verunsichert, und das sollten wir nutzen können“, sagt Pagé. Nun gut, bei den Eisbären gewaltiges Selbstvertrauen zu erwarten, das erscheint nach Lage der Dinge auch ein wenig übertrieben. Da ist der unschöne Rummel um die beiden in Schweden in Untersuchungshaft sitzenden Spieler Yvon Corriveau und Brad Bergen. Den beiden Profis wird die Vergewaltigung einer 20-jährigen Frau vorgeworfen.

Neben Bergen und Corriveau fehlen den Eisbären gegen Freiburg mit Felski, Tomlinson und Persson noch drei wichtige Akteure. Trotzdem sieht Pagé sein Team für heute im Vorteil. „Das Vertrauen in die eigene Kraft kehrt bei uns zusehends zurück“, sagt er. „Das Training in den letzten Tagen war schon wieder lockerer, und der 6:2-Pokalsieg am Sonntag in Bad Nauheim war enorm wichtig.“ Im Tor setzt Pagé übrigens zum Saisonauftakt auf Rich Parent und nicht auf Nationaltorhüter Oliver Jonas. Der aus Kassel nach Berlin gewechselte Kanadier Parent hat schon mal unbescheiden angekündigt, dass er „alle Saisonspiele bei den Eisbären machen will“. Trotz seines Einsatzes gegen Freiburg sieht es allerdings nicht danach aus. „Am Sonntag in Kassel wird Oliver spielen“, sagt Pagé. „Beide Torhüter sind für mich gleich stark, vorerst werde ich sie im Wechsel einsetzen.“

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