Sport : Verwaltend zur Niederlage

Eisbären unterliegen nach 2:0-Führung 4:5 beim Aufsteiger Wolfsburg

Claus Vetter

Wolfsburg – Das Dach in der Wolfsburger Eishalle ist eigentlich keines. Eine quietschgelbe dicke Plastikbespannung sorgt dafür, dass die Zuschauer des EHC Wolfsburg im Trockenen die Spiele ihres Klubs aus der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) verfolgen können. Und bisher hatte der Fan des EHC dabei auch zumeist seine Freude, denn der Aufsteiger schlägt sich mit seinem vom slowakischen Trainer Stefan Mikes geprägtem Team erstaunlich gut. So auch gestern, zum Leidwesen der Eisbären. Der Favorit aus Berlin unterlag Wolfsburg 4:5 (2:0, 0:1, 2:3/0:1) nach Penaltyschießen.

Unter den 2523 Zuschauern, die sich in der überfüllten Halle selbst auf den Treppenstufen drängelten, hatten 700 Fans aus Berlin lange das akustische Übergewicht. Die Eisbären wirkten nach dem 2:0 durch Überzahltore von Steve Walker und Rob Shearer im ersten Drittel souverän. Doch allzu früh verlegten sich die Berliner auf das Verwalten ihrer Führung und verließen sich zu sehr auf ihren Torhüter Oliver Jonas. Der war aber nach 34 Minuten bei einem Schuss von Smrek machtlos.

Jetzt wurden die Wolfsburger wurden mutiger. Nur wenige Sekunden nach Beginn des letzten Drittels schloss Delisle einen Konter zum 2:2 ab. Vier Minuten später war dann auch Jonas von der Lethargie in seinem Team angesteckt, dem Torhüter rutschte ein Schuss von Veber über den Fanghandschuh und ins Tor. Neun Minuten vor Schluss schaffte Ciernik sogar das 4:2.

Jetzt erst wachten die Eisbären auf. Shawn Heins gelang der Anschluss, Walker in der vorletzten Minute das 4:4. Mit diesem Schlussspurt retteten sich die Eisbären ins Penaltyschießen, das dann aber Wolfsburg durch einen Treffer von Karabin gewann.

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