Sport : Verwirrung um Ballacks Zukunft

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London/München - Die Zukunft von Michael Ballack ist unverändert offen. Michael Becker, der Berater des Stars von Fußball-Bundesligist Bayern München, dementierte gestern eine Meldung, nach der sein Abschied von Bayern nach Saisonende feststehe. Die Meldung beruht auf einem Interview von Becker mit dem britischen Sender BBC. Dort soll Becker erklärt haben, sein Mandant wolle zu einem Klub wechseln, der bessere Chancen habe, die Champions League zu gewinnen. Am wahrscheinlichsten gelte demnach nun ein Transfer zum Englischen Meister FC Chelsea. Becker erklärte gestern dem Tagesspiegel, das Interview sei eine Woche alt, und er habe definitiv nicht erklärt, dass Ballacks Abschied feststehe. Stattdessen gebe es weiterhin Verhandlungen mit München.

Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl- Heinz Rummenigge wird in mehreren englischen Zeitungen mit den Worten zitiert: „Ich bin sicher, dass er zum FC Chelsea wechselt. Die Gründe sind weniger wirtschaftlicher Natur, sondern sein Wunsch nach einer neuen Herausforderung.“ Im Rahmen der Champions-League-Reise des FC Bayern nach Mailand hatte der Vorstandschef noch erklärt, dass er keinen neuen Kenntnisstand zu Ballacks Wechselabsichten habe. In der vergangenen Woche hatte die „Daily Mail“ berichtet, Ballack habe beim Englischen Meister einen Vierjahresvertrag unterschrieben. Demnach soll er zukünftig jährlich umgerechnet 9,2 Millionen Euro verdienen.

Inter Mailand ist aus dem Rennen um Ballack offiziell ausgestiegen. Klubbesitzer Massimi Moratti sagte: „Ballacks Forderungen sind exorbitant und deshalb sind wir nicht interessiert. Die Sache ist für uns beendet.“ Ballack spielt nach seinem Wechsel von Bayer Leverkusen seit 2002 bei Bayern. Der frühere Chemnitzer wurde 2002 zu Deutschlands Fußballer des Jahres gewählt. Er bestritt 62 Länderspiele und schoss 29 Tore. Tsp/dpa

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