VfB Stuttgart : Erster Sieg im fünften Spiel

Die Stuttgarter mussten in der Champions League lange auf einen Sieg warten. Gegen die Glasgow Rangers hat es nun endlich geklappt.

Oliver Trust
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Jubel über die ersten Punkte für den Deutschen Meister. -Foto: dpa

StuttgartWer frühzeitig eine Karte für die Champions League kauft, kann nicht sicher sein, dass es noch um etwas geht, wenn er später im Stadion Platz nimmt. So erging es 51300 Zuschauern im Gottlieb-Daimler-Stadion. Der VfB Stuttgart konnte gegen die Glasgow Rangers als abgeschlagener Tabellenvierter der Gruppe E nicht mehr viel gewinnen, außer 550 000 Euro, die pro Sieg in der Gruppe ausgeschüttet werden. Trotzdem lief die Partie unter einem besonderen Aspekt: Der deutsche Meister versuchte, den ersten Sieg in dieser Champions-League-Saison zu erringen. Das unfreiwillige Attraktionsprogramm trug beim 3:2 (1:1)-Erfolg gegen die Rangers sogar Früchte. Cacau, Pavel Pardo und Ciprian Marica schossen die Stuttgarter Tore. Seit einigen Wochen befindet sich der VfB auf dem Weg zurück zur Meisterschaftsform und zumindest in der nationalen Liga war er zuletzt auch erfolgreich. In der Champions League setzten die Stuttgarter ihren positiven Trend gestern Abend fort – nach zuvor vier Niederlagen aus vier Spielen.

Ohne den verletzten Torjäger Gomez (Entzündung am Brustwirbel) hatte der VfB zunächst vor dem eigenen Tor eine knifflige Situation zu überstehen. Obwohl die Stuttgarter die Partie weitgehend bestimmt hatten, gelang Glasgow die 1:0-Führung durch den eingewechselten Charles Adam. Die VfB-Abwehr sah beim Gegentreffer nicht gut aus.

Glasgow verlegte sich während der gesamten 90 Minuten weitgehend auf Konter. Man hatte wohl vom Wiedergutmachungswillen der Schwaben erfahren und ließ diese angreifen, was Räume für Gegenattacken schuf. Der VfB steckte aber nie auf und kam kurz vor der Pause zum verdienten 1:1 durch Cacau. Später gelang Pavel Pardo das 2:1 mit einem Flachschuss aus 20 Metern. Nach einem Fehler von Matthieu Delpierre glich Glasgow durch Barry Ferguson aus, Marica jedoch ließ das 3:2 folgen. Am Ende stand zwar keine spielerische Glanzleistung wie der VfB sie in der Meistersaison zuweilen gezeigt hatte; um die Zuschauer zufrieden zu stellen, hatte es dennoch gereicht.

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