VfB Stuttgart : Heldt verlängert und will Ewerthon

VfB-Teammanager Heldt hat seinen Vertrag in Stuttgart bis 2012 verlängert und Interesse am früheren Dortmunder Ewerthon bekundet.

Ewerthon
Bekannt in der Bundesliga: Ewerthon mit Ex-BVB-Kollege Kehl. -Foto: ddp

StuttgartDer deutsche Fußball-Meister VfB Stuttgart denkt an eine Verpflichtung des früheren BVB-Stürmers Ewerthon. "Es stimmt, dass wir an ihm interessiert sind", sagte VfB-Teammanager Horst Heldt der Online-Ausgabe des "kicker". Heldt, der seinen Vertrag in Stuttgart bis 2012 verlängert hat, bestritt allerdings Meldungen spanischer Medien, nach denen der Transfer des Profis vom spanischen Uefa-Cup-Teilnehmer Real Saragossa kurz vor dem Abschluss stehe.

Heldt verlängerte unterdessen seinen Vertrag beim VfB Stuttgart bis 30. Juni 2012. "Wir haben in den vergangenen Wochen und Monaten immer betont, wie sehr wir die Arbeit von Horst Heldt schätzen", sagte Präsident Erwin Staudt. "Deshalb war es für uns nur folgerichtig, ihn langfristig an den Verein zu binden."

Personalentscheidung über Monate verschleppt

Zwar hatte Staudt bereits im Februar angekündigt, mit dem quirligen Managerneuling über einen neuen Vertrag zu sprechen. Seitdem war die Personalie jedoch über Monate hinweg offen geblieben. Doch nach Äußerungen des neuen Wolfsburger Trainers Felix Magath, seinen früheren Spieler Heldt gerne zum VfL holen zu wollen, sah sich die VfB-Spitze offenbar zum Handeln gezwungen.

 "Wenn Horst Heldt keinen Vertrag bekommt, setze ich mich in Wolfsburg für ihn ein. Dann nehme ich ihn gerne, dann möchte ich ihn in meinem Team haben", sagte der neue Trainer und Sportdirektor des Bundesligisten. Als VfB-Trainer hatte Magath Heldt einst nach Stuttgart geholt. Nach Medienberichten sollen für das vorherige Zögern von Staudt aber auch Animositäten und Neid im Vorstand auf den überaus erfolgreichen Heldt verantwortlich gewesen sein.

Heldt: "Das Vertrauen ehrt mich"

In Stuttgart dürfte Heldt nun deutlich mehr als die bisher angeblich 350.000 Euro pro Jahr verdienen. "Das Vertrauen des Vorstandes in meine Person und meine Arbeit ehrt mich", erklärte Heldt. "Wir haben in den vergangenen Monaten beim VfB gemeinsam bewiesen, dass wir im Team erfolgreich und im Sinne des Vereins arbeiten können." Gemeinsam mit seiner persönlichen Perspektive in Stuttgart habe dies den Ausschlag für seine Verlängerung gegeben.

Heldt ist zusammen mit Trainer Armin Veh der Baumeister des VfB-Aufschwungs. Von Staudt in der Winterpause 2005/2006 vom Profi zum Teammanager befördert, hatte der frühere Mittelfeldspieler am 10. Februar 2006 Veh als Nachfolger des glücklosen Giovanni Trapattoni geholt. Im folgenden Sommer bauten die beiden mit den Verpflichtungen der Mexikaner Pavel Pardo und Ricardo Osorio sowie weiteren Leistungsträgern wie Roberto Hilbert ein neues Team auf, das sich in einem furiosen Saisonfinale den Meistertitel vor dem FC Schalke 04 sicherte. Zudem entwickelten sich auch die neuen "jungen Wilden" wie Stürmer Mario Gomez und Verteidiger Serdar Tasci prächtig. Hilbert und Gomez wurden unter Veh zu Nationalspielern.

Schäfer für Hildebrand

Als Ersatz für den scheidenden Nationaltorwart Timo Hildebrand hat Heldt Raphael Schäfer vom 1. FC Nürnberg verpflichtet, dem der VfB im DFB-Pokalfinale knapp unterlag. Spielmacher Yildiray Bastürk von Hertha BSC ist ein weiterer hochkarätiger Neuzugang am Neckar. Gesucht wird von der sportlichen Leitung noch ein neuer Stürmer.

0 Kommentare

Neuester Kommentar