Sport : VfB Stuttgart: Magath setzt sich auf die Bank der Schwaben

Felix Magath feiert ein überraschend schnelles Comeback in der Fußball-Bundesliga: Knapp vier Wochen nach seinem Rauswurf bei Eintracht Frankfurt betreut der für seine Härte bekannte Trainer schon am Sonntag (17.30 Uhr, live auf Premiere World) den abstiegsbedrohten VfB Stuttgart, und das gleich im sogenannten Kellerduell beim Tabellenschlusslicht VfL Bochum. Darauf einigte sich der Fußball-Lehrer mit den Stuttgartern nach langen Verhandlungen am Sonnabend. Der 47 Jahre alte frühere Nationalspieler pokerte aber noch bis bis zur letzten Minute noch um die Laufzeit seines Vertrages. Details wollten die Stuttgarter in der Öffentlichkeit allerdings nicht preisgeben.

Durch den Wirbel um den Nachfolger des am Freitag nach dem Ausscheiden im Uefa-Pokal zurückgetretenen Ralf Rangnick war die sportlich prekäre Situation beim Tabellenvorletzten fast in den Hintergrund gerückt. Positiv für die Stuttgarter Mittelfeldregisseur Krassimir Balakow hat seine Muskelprobleme überwunden und wird in der Anfangsformation stehen.

Optimismus herrscht bei den Bochumern, bei denen der schon 64 Jahre alte Rolf Schafstall sein Heimdebüt als Trainer gibt. "Wir wollen die Verunsicherung beim VfB zu unseren Gunsten nutzen und zeigen, wer Herr im Haus ist. Letztendlich ist es mit egal, was bei den Stuttgartern passiert", sagte Schafstall. Er muss gegen im Spiel gegen die Stuttgarter lediglich auf Mirko Dickhaut verzichten. Der Mittelfeldspieler plagt sich mit Rückenbeschwerden und pausiert seit ein paar Tagen im Training.

Gezeichnet von weit ärgeren personellen Problemen treten zur selben Zeit der 1. FC Kaiserslautern und Hansa Rostock im Fritz-Walter-Stadion auf dem Betzenberg gegeneinander an. Drei Tage nach dem Erreichen des Viertelfinales im Uefa-Pokal fehlen Kaiserslauterns Teamchef Andreas Brehme fünf Stammkräfte, sein Rostocker Trainerkollege Friedhelm Funkel muss sogar auf acht Leistungsträger verzichten.

Hansas Torhüter Martin Pieckenhagen gibt sich dennoch zuversichtlich. "Wir gewinnen 2:1", sagte der Torhüter, der nach Saisonende zum Nordrivalen Hamburger SV wechseln wird. Brehme gab sich betont nüchtern: "Der Uefa-Cup ist weit weg und erstmal abgehakt. Unsere volle Konzentration gilt dem Spiel gegen Rostock. Wir müssen gewinnen, wenn wir oben dran bleiben wollen."

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