Video : 1.200 Kilometer bis Olympia

Seit 1992 haben die Hobbyradler der Sportgruppe "Fröhliche Raben" mit ihren Drahteseln alle Olympischen Sommerspiele besucht. Am Dienstag starteten die acht Herren zu ihrer 1.200 Kilometer langen Radtour nach London.

Dabeisein ist für diese Radler einfach alles. Seit 1992 haben die "Fröhlichen Raben" alle olympischen Sommerspiele besucht. Mit dem Rad. Auch in London wollen die sportbegeisterten Herren aus Hessen und Bayern wieder mitfiebern. Am Dienstag schwangen sie sich vor der Alten Oper in Frankfurt in den Sattel, ihr Weg wird die acht Hobbyradsportler über die Eifel, Belgien und Frankreich bis in die britische Hauptstadt führen. Jürgen Meyer, Wirtschaftsingenieur aus Pfaffenhofen, weiß, was auf die Truppe zu kommt: „Das Problem ist nicht am Tag 135 oder 150 oder auch 200 Kilometer zu fahren. Das Problem ist, dass man das neun Tage hintereinander macht, weil da kommen Dinge, wie Sitzfleisch und Schmerzen in den Knien, Oberschenkeln und überall kommen da zusammen, natürlich auch immer wieder mal Magenprobleme und und und, ja."

Mit seinen rund 50 Jahren ist Meyer fast ein Jungspund in der Gruppe, wie sein Radlerkumpel Klaus Fromm, 63-jähriger Unternehmer aus Frankfurt erklärt: "Wir kommen aus den unterschiedlichsten Berufen, wir sind jetzt schon viele Rentner dabei, die Hälfte ist schon im Rentenalter und wir fahren immer noch wahnsinnig gern Fahrrad. Unser Lutz, der ist jetzt siebzig, der fährt noch genauso Rad wie mancher Junger. Das ist einfach schön." Auf London freut sich Fromm ganz besonders: "Wir haben Peking erlebt und haben die Diskussion um Peking erlebt. Wir haben's als Radfahrer und Sportler erlebt, also etwas anders, als in den Medien dargestellt. Und jetzt ist London so herrlich unbelastet. Wir hoffen, dass der Geist von Sydney und Barcelona dort herrscht und das ist einfach wow!"

Und dann wird es ernst für die Olympiaradler der "Fröhlichen Raben". Die Strecke, die sich ausgesucht haben, ist rund 1200 Kilometer lang. Am 1. August wollen sie in London ankommen und dort den Deutschen Radrennfahrer Tony Martin anfeuern. Die Begegnung mit internationalen Athleten reizt sie ebenso, wie einfach den olympischen Geist zu spüren. Auch in Rio 2016 wollen sie wieder dabei sein.

(rtr)

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