Video : Deutsche Judoka mit Medaillen-Chancen

Mit großem Optimismus und guter Laune starten die deutschen Judoka Richtung London. Bei den Herren haben Ole Bischof und Andreas Tölzer Chancen auf olympisches Edelmetall, bei den Damen ruhen die Hoffnungen auf Claudia Malzahn.

So sieht ein Olympia-Goldmedaillen-Gewinner aus: Ole Bischof siegte vor 4 Jahren in Peking in letzter Sekunde. Aber das ist noch lange kein Frei-Fahrschein nach London: "Ich bin der amtierende Olympiasieger, wenn man das so sagen kann. Und dementsprechend schauen natürlich auch viele auf mich. Aber vier Jahre sind im Kampfsport eine lange Zeit. Ich musste es mir hart erarbeiten wieder dabei zu sein. Ich wurde nicht aufgrund meines Olympiasieges einfach wieder nominiert. Bischof konnte sich 2012 bereits zweimal gegen die Weltelite durchsetzen, er gewann den Grand Slam in Paris und ebenso den Grand Prix in Düsseldorf. 2011 sicherte er sich bei den Europameisterschaften in Istanbul Bronze. Bischof ist aber nicht die einzige Medaillen-Hoffnung der elfköpfigen Mannschaft. Wenn wirklich alles optimal läuft, haben auch die fünf Frauen im Team Chancen auf eine Medaille. Eine von ihnen ist Claudia Malzahn.

"Ich möchte einfach an dem Tag mein bestmögliches Judo zeigen und alles abrufen, was ich kann. Und dann werden wir sehen, was dabei raus kommt." Ein echtes Schwergewicht ist Andreas Tölzer. Er liegt in seiner Gewichtsklasse über 100 Kilo derzeit auf Platz zwei der Weltrangliste. "Natürlich werde ich zu den olympischen Spielen jetzt nicht hinfahren und sagen, eine Teilnahme ist alles, sondern ich möchte dort eine Medaille holen, und je schöner die Medaille glänzt, desto besser für mich." Bevor es für die deutschen Judoka nach London geht, wurde im Bundesleistungszentrum Kienbaum bei Berlin noch mal für knapp zwei Wochen gemeinsam trainiert. Der Trainer der fünf Frauen im deutschen Judo-Kader, Michael Bazynski, zur guten Stimmung im gesamten Team.

"Wir haben wirklich eine tolle Truppe, die super zusammengewachsen ist, wir unterstützen uns gegenseitig, im Betreuerteam, die Trainer sind befreundet, die Athleten ziehen an einem Strang, unterstützen sich. Und da ist keiner irgendwie neidisch auf den Erfolg vom anderen, ganz im Gegenteil." Olympia beginnt am 27. Juli in London. Die Judoka müssen fast sofort am Anfang ran. Sie stehen mit ihren Kämpfen vom 28. Juli bis zum 3. August im Programm der Spiele.

(sid)

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