Video : Doping-Gerüchte um Wunderschwimmerin Ye

Verärgert reagieren Chinas Medien auf die Doping-Gerüchte nach der übermenschlichen Leistung der 16-jährigen Wunderschwimmerin Ye Shiwen über 400 Meter Lagen. Schließlich hatten die Doping-Kontrolleure nichts zu beanstanden.

Sie ist Chinas Wunderschwimmerin bei den Olympischen Spielen in London: die 16-jährige Ye Shiwen. Am Samstag gelang ihr ein sensationeller Sieg, der die Gerüchteküche zum Brodeln brachte. In der Disziplin 400 Meter Lagen legte sie die letzten beiden Bahnen schneller zurück als Michael Phelps im Männerwettbewerb. Das gab natürlich Gold. Als erste Schwimmerin nach dem Verbot von High-Tech-Anzügen holte sie außerdem einen Weltrekord. Die unmittelbar danach aufgekommenen Dopinggerüchte bestätigten sich allerdings nicht. Ye wurde sofort auf verbotene Mittel getestet, und das Ergebnis war negativ.

Für den Anti-Doping-Chef vom Internationalen Olympischen Komitee, Arne Ljungqvist, gibt es keinen Zweifel daran, dass hier alles mit rechten Dingen zugeht: "Sollte ich einen Verdacht haben, behalte ich diesen gewöhnlich für mich und leite dann die notwendigen Schritte ein, um herauszufinden, ob etwas nicht stimmt. Wenn sie mich nach der besagten Schwimmerin fragen, kann ich ihnen sagen: Nein. Von mir erntet sie nur Applaus für ihre Leistungen, und zwar solange bis ich Beweise, sollte es denn welche geben, auf dem Tisch habe."

Und die gibt es eben nicht. Kein Wunder also, dass China mit großer Verärgerung auf die unbewiesenen Dopingvorwürfe reagiert. Mitglieder der chinesischen Mannschaft erklärten, Ye sei Ziel unfairer Medienberichte. Der Chef des chinesischen Schwimm-Teams sagte, Ye habe in London lediglich ihre Genialität bewiesen. "Die Chinesen sind clean", titelte die Dienstagsausgabe Peking Times. Ye ist aber nicht die Einzige, die in London mit Betrugsvorwürfen zu kämpfen hat. Acht Badmintonspielerinnen aus China, Südkorea und Indonesien wird unterstellt, mit Absicht Spiele verloren zu haben, um dann in der nächsten Runde auf einen für sie günstigeren Gegner zu treffen. Nach den Worten des Welt-Badminton-Verbandes hätten die Sportlerinnen nicht mit vollem Einsatz gespielt. Dem soll nun auf den Grund gegangen werden.

(rtr)

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